Hochverfügbarkeit für virtualisierte Server

Risiken durch Virtualisierung

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Hochverfügbarkeit – per Hard- oder Software

Bis vor wenigen Jahren hätten Organisationen zur Sicherstellung von Hochverfügbarkeit auf proprietäre Speziallösungen zurückgreifen müssen – Lösungen, die teuer und aufwendig sind, also nur wenig geeignet für kleinere und mittlere Betriebe. Mittlerweile gibt es jedoch sowohl Hardware- als auch Software-basierende hochverfügbare Systeme, die ganz auf Standard-Technologien aufbauen.

Beide Varianten betreiben Störungsvermeidung anstatt Störungsbehebung: Fehler treten erst gar nicht auf, sodass die aufwendigen und immer auch kritischen Maßnahmen zur Wiederherstellung von Prozessen oder Transaktionen gar nicht erst ergriffen werden müssen. Diese Systeme arbeiten auch im Störungsfall völlig selbstständig.

  • Die Hardware-Lösung: Fehlertolerante Server erreichen eine kontinuierliche Verfügbarkeit durch einen komplett redundanten Systemaufbau. Alle wichtigen Komponenten, also Prozessoren, Speicher-Chips, I/O-Einheiten, Netzteile und Festplatten, sind doppelt vorhanden, sodass bei einem etwaigen Ausfall die jeweils korrespondierende Komponente den Betrieb ohne Unterbrechung weiterführen kann. Die fehlertoleranten Server von Stratus zum Beispiel erreichen dadurch eine Verfügbarkeit von 99,9999 Prozent, was einer durchschnittlichen Ausfallzeit von etwa einer halben Minute pro Jahr entspricht. Dieses Verfügbarkeitsniveau reicht sogar für die Flugsicherung. Wenn die fehlertoleranten Server Standard-Technologie verwenden, sind sie vollständig kompatibel zu VMware ESX, sodass die Virtualisierungssoftware direkt auf der Hardware aufsetzen kann, Anpassungen der Anwendungssoftware sind daher nicht erforderlich.
  • Die Software-Lösung: Während bei der Hardware-Lösung speziell aufgebaute Server verwendet werden, kann eine Software-Lösung auf Standard-x86-Servern basieren und zwei dieser Server per Software zu einer hochverfügbaren Einheit verbinden. Mit der Lösung kann automatisch auf beiden Servern ein gemeinsamer logischer Server installiert werden, auf dem sich wiederum beliebig viele virtuelle Server einrichten lassen. Im Störungsfall kann die Software auf den jeweils anderen Server umschalten und dafür sorgen, dass der Betrieb reibungslos fortgesetzt wird. Das Verfügbarkeitsniveau liegt bei 99,99 Prozent, was einer durchschnittlichen Ausfallzeit von etwa einer Stunde pro Jahr entspricht, die Verfügbarkeit klassischer Großrechner aber übertrifft.

In 15 Minuten installiert

Für kleine IT-Teams ist es daher wichtig, dass man mit der Software-Lösung die virtuellen Maschinen, die physikalischen x86-Server und Netzwerkschnittstellen auch aus der Ferne überwachen und verwalten kann. Die Stratus-Lösung Avance beispielsweise lässt sich auch an verteilten Standorten ohne Fachpersonal vor Ort einsetzen – ein Szenario, das besonders bei entfernten Niederlassungen häufig vorkommt. Außerdem ist bei der Lösung nicht nur die Administration problemlos, auch die Implementierung ist einfach, weil hier im Unterschied zu den Cluster-Lösungen keine aufwendigen Konfigurationsarbeiten oder Software-Anpassungen erforderlich sind. Die komplette Virtualisierungssoftware lässt sich in rund 15 Minuten installieren.

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