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Bürgerportal
Doch auch ohne Facebook & Co. können Bürger eingebunden werden; eine Möglichkeit wäre ein Bürgerportal. Gerade bei Nicht-Notfällen dürfte ein solches Portal das Anzeigen von Verbrechen die Bearbeitungskosten und den Zeiteinsatz der Beamten reduzieren. Zugleich darf sich natürlich der Komfort für den Bürger nicht verschlechtern. Die Polizei in Brandenburg beispielsweise bietet Verkehrssündern die Möglichkeit, zu Verwarnungen online Stellung zu nehmen und Bußgeldbescheide per Internet zu bearbeiten.
Eine andere Möglichkeit sind Apps. Im Ausland hat man hier schon Erfahrungen gesammelt. Die Polizei im englischen Surrey zum Beispiel setzt „Facewatch ID“ ein, damit Bürger im Web nach Fotos gesuchter Personen fahnden und Hinweise vertraulich übermitteln können.
Mobile Anwendungen
Eine genaue und schnelle Übermittlung von Informationen über eine Straftat ist die Grundlage für eine flotte Aufklärung. Neben integrierter Technologie rücken dabei zunehmend mobile Anwendungen ins Blickfeld. „Mobile Technologien können helfen, Spuren in Echtzeit auszuwerten und biometrische Details wie Fingerabdrücke, Stimmenprofil oder Bildaufnahmen online gleich am Tatort abzugleichen. So ergibt sich für die ermittelnden Beamten in kürzester Zeit ein umfassendes Bild, aus denen sie weitere Schlüsse für die Ermittlungen ziehen und schneller zu Ergebnissen kommen können“, erläutert Langer.
Zwar setzt die Polizei bereits seit Längerem mobile Geräte zur Erkennung von Fingerabdrücken oder Erfassung von Nummernschildern ein, doch jede Funktion erfordert bislang ein eigenes Gerät. Langer hält es für besser, die Funktionen zu bündeln: „Damit wird beispielsweise ein iPad mit speziellen Apps zu einem entscheidenden Instrument, auch zur Eigensicherung der Polizisten. Er ist dann mehr als eine digitale Ausfüllhilfe für Formulare.“
Derzeit stehe allerdings zu befürchten, dass Polizisten vermehrt ihre eigenen Smartphones und Tablets auch beruflich nutzen werden. „Die Datensicherheit ist bedroht, wenn Polizisten Tatortfotos auf dem eigenen Smartphone haben, und eine automatisierte Vernetzung der Daten nahezu unmöglich ist“, befürchtet Langer.
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