Offen und unsicher?

Open Source: 7 Vor(ur)teile unter der Lupe

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6. Für kritische Bereiche ist Open Source nutzlos

Kleine Betriebe, Mittelständler und globale Konzerne nutzen Open-Source-Lösungen. Besonders wenn sie zur sogenannten kritischen Infrastruktur gehören. Auch Ministerien, Behörden oder Krankenhäuser verwenden offene Software. Ein großer Vorteil ist u.a. die leichte Auditierbarkeit – oft eine sehr wichtige Anforderung für den professionellen Einsatz im öffentlichen Sektor. Das hat auch die aktuelle Bundesregierung erkannt. Bereits im Koalitionsvertrag einigten sich die beteiligten Parteien auf eine stärkere Förderung von Open-Source-Lösungen und damit der digitalen Souveränität. Im Sommer 2022 erhöhte die Ampelkoalition den Etat hierfür auf insgesamt 51 Mio. Euro. Das ist zwar noch vergleichsweise wenig, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

7. Support muss man bei Open Source lange suchen

Das ist natürlich abhängig von der jeweiligen Open-Source-Lösung und inwieweit ein professionell agierendes Unternehmen oder eine entsprechende Community dahintersteckt. Beispielsweise für die Open-Source-ITSM-Software KIX aus dem Hause Cape IT ist professioneller Support integraler Bestandteil des Geschäftsmodells. Das reicht vom ersten Analysegespräch und der Bestandsaufnahme über die Implementierung bis hin zur kontinuierlichen Betreuung des Kunden. Die Mitarbeiter der Kunden werden intensiv geschult und können nahtlos ihre Arbeit mit dem neuen System fortsetzen.

Viele Vorteile, aber kein Allheilmittel

Open Source hat sich nicht nur in der Arbeitswelt, sondern auch im Alltag etabliert. Ohne Open-Source-Projekte von globalen Größen, wie etwa Adobe oder Android, würde die Welt heute anders aussehen. Und ohne Projekte wie das Server-Betriebssystem Linux, den Apache-Webserver oder die Datenbankverwaltung MySQL gäbe es das Internet nicht, wie wir es kennen.

Trotz aller Vorteile ist auch Open-Source-Software kein Allheilmittel und nicht frei von Fehlern. Im Businesskontext steht und fällt beispielsweise alles mit den Fähigkeiten der Unternehmen und Communitys, die die Open-Source-Lösungen entwickeln. Ist keine aktive und engagierte Community vorhanden, oder liefern die Entwickler nicht regelmäßig Updates, kann eine Open-Source-Software ihr Potenzial nicht entfalten. Besonders bei kleinen Projekten ist die Gefahr groß, dass die Arbeit daran irgendwann eingestellt wird.

Open Source bietet nicht nur Chancen, sondern fordert auch Verantwortung. Nur dann ist ein offener Quellcode stark. Vielleicht wird offene Technologie die proprietären Systeme irgendwann überholen und zu einer Randerscheinung machen.

Rico Barth
Geschäftsführer von Cape IT und Vorstandsmitglied der Open Source Business Alliance

Bildquelle: Cape IT

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei unserem Schwesterportal IP-Insider.

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