ITZBund, BSI, Bundesnetzagentur Neuer Digitalminister besucht IT-Behörden

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Kurz nach Amtsantritt besuchte Dr. Karsten Wildberger das BSI, das ITZBund und die Bundesnetzagentur. Der neue Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung signalisierte damit die zentrale Rolle der IT-Behörden für seine digitalstrategischen Pläne.

Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger (Mitte) in Begleitung von BMDS-Staatssekretär Dr. Markus Richter (links) und seinem parlamentarischen Staatssekretär Thomas Jarzombek.(Bild:  C. Daitche/ITZBund)
Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger (Mitte) in Begleitung von BMDS-Staatssekretär Dr. Markus Richter (links) und seinem parlamentarischen Staatssekretär Thomas Jarzombek.
(Bild: C. Daitche/ITZBund)

Nicht einmal eine halbe Woche ließ Dr. Karsten Wildberger verstreichen, um sich persönlich ein Bild von der deutschen Digital- und IT-Landschaft zu machen. Am 9. Mai 2025 – nur drei Tage nach seinem Amtsantritt – besuchte der neue Minister am Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) drei zentrale Bonner Behörden.

Begleitet vom Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Jarzombek (CDU) und BMDS-Staatssekretär Dr. Markus Richter führte der Wildberger Gespräche mit den Leitungsebenen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), des Informationstechnikzentrums Bund (ITZBund) und der Bundesnetzagentur (BNetzA). Mit seinem frühen Antrittsbesuch unterstrich Wildberger die Schlüsselrolle der drei Behörden für die digitale Transformation der Bundesverwaltung. Insbesondere die Themen Multi-Cloud-Strategie des Bundes und der Einsatz Künstlicher Intelligenz standen im Mittelpunkt der intensiven Gespräche.

Im ITZBund, das Wildberger als erste Behörde aus seinem Zuständigkeitsbereich persönlich kennenlernte, informierten Direktor Dr. Alfred Kranstedt sowie die technischen respektive kaufmännischen Vizedirektoren Christine Serrette und Wolfgang Cremer über die strategische und technische Arbeit der Behörde. Bei einer Führung durch das Rechenzentrum vor Ort verschaffte sich der Minister einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit des Bundes-IT-Betriebs.

„Das ITZBund stellt mit seinen Leistungen das technologische Rückgrat für die digitale Verwaltung“, betonte Dr. Wildberger während seines Besuchs. „Ich möchte von Beginn meiner Amtszeit an Synergieeffekte durch das neue Ministerium identifizieren und umsetzen.“ Hierfür sei es wichtig. persönlich mit den Teams ins Gespräch zu kommen und ihre Expertise kennenzulernen. „Denn Digitalisierung ist Teamarbeit – und nur gemeinsam können wir Sicherheit und Innovation erfolgreich voranbringen“, freute sich Wildberger auf die künftige Zusammenarbeit. ITZBund-Direktor Kranstedt erklärte dazu, seine Behörde freue sich auf die Fortentwicklung ihrer Leistungen im Hinblick auf die Herausforderungen der Bundes-IT und wolle diese weiterhin verlässlich erbringen.

Beim BSI stellte der Besuch eine wichtige Weichenstellung dar: Neben dem Bundesinnenministerium übernimmt nun auch das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung die Fachaufsicht für mehrere Themenbereiche des BSI. Diese neue Aufsichtsstruktur spiegelt den gestiegenen Stellenwert digitaler Sicherheit für den Staat wider.

BSI-Präsidentin Claudia Plattner hob die Bedeutung ihrer Behörde für die Digitalisierung hervor: „Damit Deutschland zu einer Cybernation werden kann, müssen aus Sicht des BSI Digitalisierung und Sicherheit immer zusammen gedacht und umgesetzt werden.“ Das BSI verstehe sich dabei als Scharnier dieser beiden Welten. „Als die Sicherheitsbehörde mit Digital-Know-how brennen wir dafür, mit unserer Expertise in Sachen Cyber-Sicherheit zum Gelingen der Digitalisierung beizutragen.“

Die frühe Präsenz des neuen Digitalministers in den Bonner Behörden kann man durchaus als starkes Aufbreuchssignal verstehen. Am 16. Mai 2025 wird Dr. Wildberger im Bundestag das Regierungsprogramm des neuen Digitalministeriums vorstellen und dabei die weiteren Vorhaben der Bundesregierung im Bereich Digitalisierung und Staatsmodernisierung präsentieren.

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