Mecklenburg-Vorpommern MV: Digitalisierung künftig im Finanzministerium

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Mecklenburg-Vorpommern führt die Ressorts Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung zusammen – und zwar im Finanzministerium. Angaben zu Rollen und Personalien sind bislang spärlich. Landes-CIO Ina-Maria Ulbrich äußerte sich via LinkedIn.

Bisher war die Digitalisierung der Verwaltung in MV im Innenministerium angesiedelt, in der Kabinettssitzung am 22. Juli 2025 wurden die Zuständigkeiten neu geordnet. (Bild:  Martina Berg – stock.adobe.com)
Bisher war die Digitalisierung der Verwaltung in MV im Innenministerium angesiedelt, in der Kabinettssitzung am 22. Juli 2025 wurden die Zuständigkeiten neu geordnet.
(Bild: Martina Berg – stock.adobe.com)

Das Landeskabinett in Mecklenburg-Vorpommern hat in seiner gestrigen Sitzung den Doppelhaushalt 2026/27 beschlossen – und die Zuständigkeiten für die Digitalisierung ins Finanzministerium verlegt. Dem ersten Punkt wurde eine Pressemeldung gewidmet, dem Thema Digitalisierung nicht. Details, auch zu Personalien, berichtete der NDR vorab. Der Sprecher der Landesregierung erklärte auf Nachfrage: „Bisher ist es so, dass die Aufgabe der Digitalisierung der Verwaltung im Innenministerium und die Aufgabe der Verwaltungsmodernisierung im Finanzministerium liegt. Diese beiden Bereiche wollen wir künftig im Finanzministerium zusammenführen.“ Ziel sei es, „die Digitalisierung der Verwaltung voranzubringen, Kompetenzen zu bündeln und Bürokratie abzubauen und somit langfristig Kosten einzusparen“. Es handele sich um einen gemeinsamen Vorschlag des Innen – und des Finanzministers.

Die Verlagerung der Zuständigkeit hat auch Auswirkungen auf die Zusammenarbeit der Länder und des Bundes bei der Verwaltungsdigitalisierung, etwa im Rahmen des IT-Planungsrates. In Deutschland hat sich bei den Digitalverantwortlichen auch die Erkenntnis durchgesetzt, dass diese Aufgabe nur gemeinsam gelingen kann. In Mecklenburg-Vorpommern, das derzeit den Vorsitz des IT-Planungsrates hat und in diesem Gremium seit Jahren von Landes-CIO Ina-Maria Ulbrich vertreten wird, fiel die Antwort auf die Frage nach deren Rolle kurz aus: Sie bleibe Staatssekretärin im Innenministerium.

Ina-Maria Ulbrich verabschiedete sich währenddessen in einem mit „Auf Wiedersehen!“ überschriebenen LinkedIn-Post aus den Gremien der Verwaltungsdigitalisierung: IT-Planungsrat, DVZ, Dataport und GovTechCampus: „Seit Ende 2016 durfte ich als IT-Beauftragte der Landesregierung M-V wirken – eine Aufgabe, die ich sehr gern und mit Respekt für die große Verantwortung wahrgenommen habe“. Sie erinnerte an gemeinsam erreichte Meilensteine, Initiativen zur Vernetzung, Vereinheitlichung und Modernisierung der Verwaltungslandschaft, u. a. die digitale Baugenehmigung aus M-V, die in fast allen Bundesländern verfügbar sei, und bedankte sich für die Zusammenarbeit „im Team Verwaltungsdigitalisierung“, die sie als „stets konstruktiv, lösungsorientiert und vertrauensvoll“ schildert, und dankte besonders den Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Digitale Verwaltung aus dem Innenministerium M-V und dem ZDMV.

Im Zuge der Neuordnung würden gleichzeitig die Zuständigkeiten für Migration und Integration im Innenministerium konzentriert, erläuterte Ulbrich zu ihrer neuen Rolle. „Diesen neuen Bereich werde ich künftig neben meinen bisherigen Themen Bauen und Wohnen, Beamtenrecht, Verwaltungsrecht, Statistik etc. als Amtschefin verantworten.“ Gleichzeitig sei es ihr eine große Freude, Teil des Teams Verwaltungsdigitalisierung zu bleiben. „Denn solange ich in der Verwaltung arbeite, solange schlägt mein Herz für die Digitalisierung und die Transformation für die Zukunft der Verwaltung.“

Bleibt die Frage, wer MV künftig als CIO in den Gremien der Verwaltungsdigitalisierung vertritt.

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