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Interview mit Paul Chojecki von Fraunhofer HHI

Paul Chojecki, Wissenschaftler der Abteilung „Vision & Imaging Technology“ beim Fraunhofer HHI in Berlin, erläutert Ziele und Zukunft des Projekts, Trends und weitere Aufgabenbereiche.
Was sind die nächsten Schritte in diesem Projekt?
Chojecki: Wir wollen weitere entscheidungsunterstützende Informationen, wie kontextsensitive Workflows, auf dem Proxemic-Monitor abbilden. Ein weiteres Ziel bis 2017: Einbindung einer kamerabasierten Erkennung von Nutzern beziehungsweise ihrer Rollen und Rechte. So kann Befugten die Bedienung vereinfacht und Unbefugten der Zugang zu Informationen und Bedienelementen verwehrt werden.
Was sind die aktuellen Trends beim Thema „Vision & Imaging Technology“?
Chojecki: Ganz klar Anwendungen für Augmented und Virtual Reality (VR): Mit professionellen 360°-Aufnahmesystemen lässt sich die reale Welt in VR-Brillen immer besser darstellen. Mit berührungsloser Interaktion via Gesten kann man sich in virtuellen Welten einfacher bewegen. Außerdem ist es möglich, Personen in 3D zu rekonstruieren und sie in interaktive TV-Formate oder VR-Welten einzubinden.
An welchen Themen arbeiten Sie außerdem gerade?
Chojecki: Wir beschreiben und standardisieren Gesten. Es gibt immer mehr Systeme und Lösungen mit berührungsloser Interaktion. Hier muss in der Zukunft vermehrt darauf geachtet werden, dass Standards eingehalten werden. Nutzer müssen dann nicht jedesmal, wenn sie ein System per Geste steuern möchten, das Bedienkonzept neu lernen. Wir erarbeiten dafür ein Gestenbeschreibungssystem und arbeiten zusammen mit anderen Partnern an der Norm „DIN SPEC 91333 – Berührungslose Gestensteuerung zur Mensch-System-Interaktion“.
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