Studie von Interrogare im Auftrag von O₂ Telefónica Mobilfunk: Mehrheit fordert schnelleres Digitalisierungstempo

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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In einer aktuellen Befragung messen Verbraucher und Unternehmensentscheider der Mobilfunkinfrastruktur eine höhere Bedeutung bei als Straßen- oder Energienetzen. Gleichzeitig sehen viele Nachholbedarf beim Netzausbau und beim politischen Engagement für die Digitalisierung.

Eine Interrogare-Studie im Auftrag von O₂ Telefónica zeigt: Mobilfunknetze gelten als wichtiger als Straßen- und Energienetze. Viele sehen dennoch Nachholbedarf beim Digitalisierungstempo.(Bild:  Telefónica Deutschland)
Eine Interrogare-Studie im Auftrag von O₂ Telefónica zeigt: Mobilfunknetze gelten als wichtiger als Straßen- und Energienetze. Viele sehen dennoch Nachholbedarf beim Digitalisierungstempo.
(Bild: Telefónica Deutschland)

Mobilfunknetze stehen in der Wahrnehmung der deutschen Bevölkerung und Wirtschaft inzwischen an der Spitze der infrastrukturellen Prioritäten. Das geht aus einer Studie* des Marktforschungsinstituts Interrogare hervor, die im Auftrag von O₂ Telefónica durchgeführt wurde.

Laut der Erhebung bewerten 84 Prozent der befragten Verbraucher Mobilfunknetze als „besonders wertvoll“. Straßen- und Energienetze erreichen jeweils 79 Prozent. Bei den Unternehmensentscheidern liegt der Wert für Mobilfunk mit 75 Prozent ebenfalls vorne, gefolgt von Glasfaseranschlüssen mit 71 Prozent. Straßen- und Energienetze werden hier von jeweils rund zwei Dritteln der Befragten als besonders relevant eingestuft.

Unterschiedliche Prioritäten beim Ausbaubedarf

Gefragt nach den dringendsten Infrastrukturprojekten, setzen Verbraucher den Schwerpunkt auf den Ausbau des Schienennetzes (79 Prozent) und der Energienetze (78 Prozent). Mobilfunk folgt mit 72 Prozent auf Platz drei. Unternehmensvertreter hingegen priorisieren Glasfaser (75 Prozent) und Mobilfunk (73 Prozent) vor Energienetzen (72 Prozent).

Fortschritte vorhanden – Kritik am Tempo bleibt

39 Prozent der Verbraucher und 52 Prozent der befragten Unternehmen haben in den vergangenen drei Jahren eine Verbesserung der Mobilfunkversorgung wahrgenommen. Dennoch bewerten rund 60 Prozent der Verbraucher und knapp 59 Prozent der Unternehmensentscheider das Digitalisierungstempo in Deutschland als eher langsam bis sehr langsam.

Nur 23 Prozent der Verbraucher und 36 Prozent der Wirtschaftsentscheider bescheinigen Bund, Ländern und Kommunen ein hohes Engagement beim Netzausbau. Als Hemmnisse nennen die Autoren der Studie vor allem lange Genehmigungsverfahren und komplexe Planungsprozesse.

O₂-Chef fordert Bürokratieabbau

Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland, bezeichnet Mobilfunknetze als „gesellschaftlich und ökonomisch das zentrale Sprungbrett für die Digitalisierung des Landes“. Er spricht sich für weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und einen investitionsfreundlicheren Regulierungsrahmen aus. Zudem begrüßt er die Einrichtung eines Digitalministeriums.

Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland.(Bild:  Telefónica Deutschland)
Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland.
(Bild: Telefónica Deutschland)

„Die Bundesregierung stützt die Bedeutung mit einem eigenständigen Digitalministerium, das innerhalb weniger Wochen bereits wichtige Vorhaben für die Stärkung der Telekommunikationsnetze auf den Weg gebracht hat. Länder, Kommunen und Regulierer sind gleichermaßen gefordert, über weitere Ausbauerleichterungen, schnellere Genehmigungsverfahren und einen investitionsfreundlicheren Regulierungsrahmen ebenso einen Beitrag zu leisten.“

* Die Onlinebefragung wurde zwischen Mitte Juli und Anfang August 2025 erhoben. Befragt wurden rund 1.000 Privatpersonen und 220 Entscheider der deutschen Wirtschaft. Themen waren die Digitalisierungsfortschritte Deutschlands, die Bedeutung des Infrastrukturausbaus und die Rolle der Telekommunikationsnetze für das Leben und Wirtschaften in Deutschland.

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