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Mobile Medical Apps

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Sich vom Lifestylebereich abgrenzen

So habe die Studie etwa bestätigt, dass sich der Markt vor allem angebotsgetrieben entwickelt und ein Großteil der Angebote von privaten Anbietern aus dem Lifestyle- und Fitness-Bereich stammen. „Tatsächlich existierende Bedarfe in Prävention und Gesundheitsversorgung spielen noch eine untergeordnete Rolle“, so Schwenk. Und: „Bei weitem nicht alle Anwendungen sind aus Public- Health-Sicht relevant. Noch fehlen Verfahren, echte Innovationen zu identifizieren.“

Eine Medical App, die als Medizinprodukt zertifiziert ist, hat in den letzten Monaten von sich reden gemacht. Tinnitracks ist eine App gegen Tinnitus aus dem Hause Sonormed. Zwei klinische Studien aus den Jahren 2010 und 2012 belegen, dass die App wissenschaftliche Parameter erfüllt und Tinnitus lindern kann.

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Hinter der App steht ein zertifiziertes Medizinprodukt, das Betroffenen die Möglichkeit zur selbstbestimmten Therapie geben soll. Die App schafft Zugang zum so genannten Tailor-Made-Notched-Music-Training (TMNMT), bei dem das Gehirn durch aufbereitete Musik neurophysiologisch trainiert wird.

Die App ist, eine Internetverbindung für den anfänglichen Up- und Download der Musikdateien vorausgesetzt, überall und zu jeder Zeit anwendbar. Für die Therapie filtert Tinnitracks die individuelle Tinnitus-Frequenz aus den Musikdateien des Nutzers heraus. Die entsprechend umgewandelten Lieder können dann über das Smartphone gehört werden.

Die App ist sowohl als Android-Version für Google-Smartphones als auch als IOS-Version für Apple I-Phones verfügbar und somit auf fast allen Smartphones nutzbar. Dazu Jörg Land, Gründer und Geschäftsführer von Sonormed: „Die Zertifizierung als Medizinprodukt war als Ziel von Anfang an in die DNA unseres Unternehmens eingeschrieben. Die Funktionalität der App allein hat das schon nötig gemacht. Gleichzeitig können wir uns damit gegen Wettbewerber abgrenzen. Die Unterstützung durch eine gesetzliche Krankenkasse hat unsere App sozusagen institutionalisiert.“

Dass Ärzte kein Haftungsrisiko fürchten müssen – und eine mobile Anwendung beziehungsweise App deshalb auch gerne empfehlen, mag eine Motivation für Medtech-Unternehmen darstellen, ihr Produkt zertifizieren zu lassen.

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