Schleswig-Holstein Mehr Souveränität dank OpenTalk-Rollout

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Schleswig-Holstein verfolgt seine Open-Source-Strategie vor dem Hintergrund digitaler Souveränität konsequent weiter: Mit dem Start des flächendeckenden Rollouts in allen Landesbehörden können rund 2.000 Verwaltungsmitarbeiter die Lösung OpenTalk für ihre Videoanrufe und -konferenzen nutzen.

Gleich zum Start der landesweiten OpenTalk-Implementierung in Schleswig-Holstein erhalten 2.000 Menschen in der öffentlichen Verwaltung Zugang zu der Videokonferenzlösung.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Gleich zum Start der landesweiten OpenTalk-Implementierung in Schleswig-Holstein erhalten 2.000 Menschen in der öffentlichen Verwaltung Zugang zu der Videokonferenzlösung.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Das Bundesland Schleswig-Holstein implementiert die deutsche Open-Source-Videokonferenzlösung OpenTalk landesweit in allen Behörden. Nach einer sechsmonatigen Pilotphase mit über 200 Nutzerinnen und Nutzern in ausgewählten Einrichtungen soll fortan bis Ende 2025 der schrittweise Rollout auf sämtliche Landeseinrichtungen erfolgen. Zum Start erhalten circa 2.000 Verwaltungsmitarbeiter Zugriff auf die Plattform.

Das von der Staatskanzlei koordinierte Projekt folgt dem Regierungsbeschluss, die digitale Eigenständigkeit durch verstärkten Einsatz offener Software zu stärken. „Mit OpenTalk haben wir die volle Kontrolle über unsere Kommunikationswege und Datenׅ“, betont Dirk Schrödter, Minister für Digitalisierung und Medienpolitik sowie Chef der Staatskanzlei des Schleswig-Holsteins. Dies sei „ein entscheidender Vorteil gegenüber proprietären Lösungen internationaler Anbieter – gerade im sensiblen Bereich der öffentlichen Verwaltung, wo wir täglich mit schützenswerten Daten arbeiten.“

Die technische Umsetzung erfolgt vollständig On-Premises im BSI-zertifizierten Rechenzentrum Twin Data Center (TDC), was höchste Sicherheitsstandards und vollständige Datensouveränität gewährleisten soll. Peer Heinlein, Geschäftsführer der Heinlein Gruppe und von OpenTalk, unterstreicht: „OpenTalk wurde von Beginn an für die höchsten Ansprüche des öffentlichen Sektors konzipiert.“ Die erfolgreiche Implementierung in Schleswig-Holstein bestätige den Ansatz, eine Videokonferenzlösung zu entwickeln, „die sowohl in puncto Sicherheit als auch bei verwaltungsspezifischen Funktionen wie revisionssicheren Abstimmungen, nahtloser Integration in bestehende IT-Landschaften und Nutzerfreundlichkeit neue Maßstäbe setzt.“

Dank der mandantenfähigen Architektur kann das nördlichste Bundesland OpenTalk zentral für alle Ministerien, Landesbehörden und teilnehmende Kommunen unter einem gemeinsamen System betreiben. Mit dem Hosting in Deutschland bietet die Lösung vollständige DSGVO-Konformität sowie offene Schnittstellen zur Integration in Landesdatennetze und Verwaltungssysteme. Zusätzlich unterstützt OpenTalk barrierefreie Nutzung gemäß BITV 2.0.

Der Rollout fügt sich in Schleswig-Holsteins umfassende Open-Source-Strategie ein, wie sie auch im Interview mit eGovernment deutlich wurde. Das Bundesland hatte bereits angekündigt, systematisch auf quelloffene Alternativen zu setzen und sich von Abhängigkeiten internationaler Technologiekonzerne zu lösen. Die Entscheidung für OpenTalk unterstreicht damit nicht nur die Vorreiterrolle des Landes bei Open-Source-Implementierungen im öffentlichen Sektor, sondern setzt auch ein wichtiges Signal für digitale Souveränität in Deutschland.

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