Transparente KI-Nutzung „Marktplatz der KI-Möglichkeiten“ ist online

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Inwiefern trägt künstliche Intelligenz bereits zur Digitalisierung von Bundesbehörden bei? Mit dem „Marktplatz der KI-Möglichkeiten“ und einer dazugehörigen Transparenzdatenbank will das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) mögliche Unklarheiten beseitigen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser betont, wie wichtig es ist, offen und transparent mit der KI-Nutzung umzugehen.(©  Bundesfoto / Christina Czybik)
Bundesinnenministerin Nancy Faeser betont, wie wichtig es ist, offen und transparent mit der KI-Nutzung umzugehen.
(© Bundesfoto / Christina Czybik)

Künstliche Intelligenz bietet allerhand Potenzial, um der Digitalisierung und Automatisierung in Behörden einen Schub zu verpassen. Auf Ebene der Bundesverwaltung sind hierzu schon einige Projekte gestartet und etliche in Betrieb genommen worden, eine vernünftige Übersicht fehlte aber bislang. Wie bereits 2024 angekündigt, ist deshalb nun der sogenannte „Marktplatz der KI-Möglichkeiten“ (MaKI) online gegangen. Dieser wurde als ein Pilotprojekt des im Aufbau befindlichen Beratungszentrums für Künstliche Intelligenz (BeKI) entwickelt.

Mit Blick auf die aktuellen Fortschritte im Bereich KI kommentiert Bundesinnenministerin Nancy Faeser: „Wir arbeiten daran, den Staat durch den Einsatz künstlicher Intelligenz effizienter zu machen und damit Service- und Verwaltungsleistungen für Bürgerinnen und Bürger schneller und unbürokratischer zu machen.“ Um Vertrauen zu schaffen sei es aber wichtig, offen und transparent mit der Technologie umzugehen. „Diesen Anspruch setzen wir mit der Veröffentlichung des KI-Marktplatzes heute um.“

„Durch die Veröffentlichung des KI-Marktplatzes werden für die Bundesverwaltung die eigentlich erst ab August 2026 geltenden Transparenzpflichten aus der KI-Verordnung teilweise bereits jetzt umgesetzt“, heißt es aus dem BMI, das sich explizit auf die Transparenzdatenbank bezieht. Ein Dashboard liefert dabei eine zentrale und granular filterbare Übersicht über geplante, in der Entwicklung befindliche und bereits umgesetzte KI-Systeme der Bundesverwaltung. Wie bei dem Wort „Marktplatz“ mitschwingt, soll die Webseite aber auch Behörden vernetzen und Kooperationen sowie die Nachnutzung bestehender KI-Systeme ermöglichen.

Zunächst einmal ist also geplant, die Bedarfe der Ministerien und Behörden auf Bundesebene mit passenden KI-Systemen in Einklang zu bringen. Die testweise Einbindung von Ländern und Kommunen auf dem Marktplatz der KI-Möglichkeiten wurde allerdings bereits vom IT-Planungsrat beschlossen, wie Bundes-CIO Dr. Markus Richter auf LinkedIn unterstrich: „Das wird aktuell vorbereitet. So können bestehende Synergien und Potentiale noch weitreichender genutzt werden.“ Nach aktuellem Stand soll die Pilotierung noch im ersten Quartal 2025 beginnen. Der Marktplatz wird zudem kontinuierlich weiterentwickelt und um zusätzliche Funktionalitäten ergänzt.

Dr. Richter fasst die Möglichkeiten des MaKI noch einmal kurz zusammen:

  • Übersicht über KI-Systeme, Leuchtturmprojekte und Erfahrungen in der Bundesverwaltung
  • Optimierter Einsatz von Ressourcen, durch Nachnutzung bestehender KI-Systeme
  • Verbesserte Vernetzung zwischen Behörden und erleichterte Zusammenarbeit an KI-Systemen
  • Ausbau und effizienter Einsatz technischer Expertise

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