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Kostenreduzierungen von bis zu 25 Prozent
Dass Shared-Service-Ansätze zu einer erheblichen Kostensenkung beitragen können, steht indes außer Zweifel. Zwar liegt für den Öffentlichen Sektor kein empirisch belastbares Material zum Optimierungspotenzial von Shared-Service-Ansätzen vor; Einzelberichte und Experteneinschätzungen gehen jedoch einhellig von einem Kostensenkungspotenzial wie in der Privatwirtschaft aus – also mindestens fünf bis 25 Prozent der Ursprungskosten. Und diese Größenordnung bestätigt die Studie auch für den Öffentlichen Bereich.
Während die betriebswirtschaftliche Shared-Service-Diskussion primär auf Kostenreduktion abzielt, kann die Verwaltung sogar mit zusätzlichem Nutzen rechnen: Im Öffentlichen Sektor erscheinen die Verbesserungspotenziale durch Industrialisierungs- und Bündelungsansätze weitergehender als in der Privatwirtschaft, weil neben reinen Kostensenkungen auch strategische Verbesserungen im Kernaufgabenbereich und auf verschiedenen Ebenen möglich sind.
Neue innovative Dienstleistungen
So könnten etwa durch die Bündelung fachthematischer Kompetenzen und Ressourcen zusätzliche Nutzen- und Wertschöpfungspotenziale erschlossen werden, indem verteilte Kompetenzen und Ressourcen in neue Anwendungen integriert werden. Damit wäre die Verwaltung in der Lage, neue und innovative Dienstleistungen anzubieten, wie etwa im Bereich der Geoinformation:
So wurde im Rahmen der Studie mit Unterstützung von Fujitsu Siemens Computers unter anderem das Potenzial von Shared-Service-Ansätzen im Geodatenbereich untersucht. Dabei zeigte sich, dass eine Konzentration von Ressourcen – einschließlich bisher unkonsolidierter Datenbestände – nicht nur zu erheblichen Verbesserungen in Hinblick auf Straßenbau, Katastrophenschutz oder Innere Sicherheit führen würde.
Gerade für das in Deutschland heutzutage erst schwach entwickelte Feld der kommerziellen Geoinformationswirtschaft versprächen entsprechende Bündelungsstrategien sogar Impulse für Wirtschaftssegmente mit herausragender Zukunftsbedeutung.
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