Interview

Krisenzeiten erleichtern Paradigmenwechsel in der IT

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Inwieweit unterscheiden sich IT-Outsourcing in der Privatwirtschaft und im Public Sector? Kann die Verwaltung von der freien Wirtschaft lernen?

Seibert: Wenn etwas nicht in die Kernkompetenz der Verwaltung fällt oder keine hoheitliche Aufgabe ist, sollte über Outsourcing nachgedacht werden. Das ist in der privaten Wirtschaft prinzipiell genau so. Die Outsourcing-Möglichkeiten in der Öffentlichen Verwaltung sind riesig. Hier kann der Public Sektor von den langjährigen Outsourcing-Erfahrungen in der freien Wirtschaft in jedem Fall profitieren.

Was würden Sie IT-Entscheidern für die Entwicklung ihrer Outsourcing-Strategie raten?

Seibert: Standardisierung und Rationalisierung von Prozessen stehen ganz oben auf der IT-Agenda, denn der Faktor Kosteneinsparung ist wieder in den Mittelpunkt gerückt. Gleichzeitig dürfen diese Maßnahmen jedoch keine Abstriche bei der Qualität der IT-Services nach sich ziehen. Gerade die ständig unter Beschuss stehende Verwaltung kann es sich nicht leisten, wegen begrenzter Leistungsfähigkeit des IT-Systems in die Kritik zu geraten.

Durch Virtualisierung und Automatisierungslösungen können Prozesse optimiert werden. Denn eines liegt auf der Hand: Manuelle Prozesse im Rechenzentrum oder in der IT sind mit hohen Personalkosten verknüpft.

Unisys fasst all diese Themen unter dem Oberbegriff Real-Time-Infrastruktur (RTI) zusammen. Dahinter verbergen sich die Elemente Rationalisierung, Automatisierung, Virtualisierung und Standardisierung. Die Umsetzung dieser Strategie wird durch die optimale Kombination von Softwarelösungen, auch in heterogenen Umgebungen, erreicht. Das heißt, Technologie, Betriebsabläufe und Governance greifen nahtlos ineinander und organisieren sich in einem autonomen Verbund.

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