„Climate Data Entrepreneurial Club“ Klimadaten für die Bildungslandschaft

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Das Projekt „Climate Data Entrepreneurial Club“ ermöglicht Schülern der Klassenstufen 10 bis 13 eine KI-basierte Nutzung von Klimadaten aus dem All.

Neues Projekt verschafft Schülern einen Zugang zu Klimadaten aus dem All(©  GI)
Neues Projekt verschafft Schülern einen Zugang zu Klimadaten aus dem All
(© GI)

Die Gesellschaft für Informatik e. V. startet in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Paderborn das Projekt „Climate Data Entrepreneurial Club“ (CDEC). Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und von der deutschen Raumfahrt­agentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Zugang zu Daten

Die Zielsetzung des Projekts ist klar: dem Klimawandel entgegenwirken. Um diesen besser zu verstehen – und letztlich einzudämmen –, braucht es Daten. Viele Daten. Diese Daten werden zwar von Satelliten gesammelt, kommen aber bei der Bevölkerung oder im Bildungsbereich kaum an. Und genau diesen Umstand soll das Projekt CDEC nun aus der Welt schaffen, indem Jugendlichen die KI-basierte Nutzung der Klimadaten aus dem europäischen Copernicus-Erdbeobachtungsprogramm mit seiner Sentinel-Flotte und den ­nationalen Satellitenmissionen ­EnMAP und TerraSAR-X/TanDEM-X ermöglicht wird.

„Erdbeobachtungsdaten zeigen eindrücklich, welche Folgen der Klimawandel mit sich bringt – auch in der eigenen Region. Doch nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung hat das notwendige Know-how, um auf diese Daten zuzugreifen und sie zu nutzen, um etwa neue Lösungsansätze zu entwickeln“, erläutert Carolin Henze, Referentin der Gesellschaft für Informatik und Leiterin des Projekts. „Der CDEC schult daher gezielt Kompetenzen an der Schnittstelle Daten, KI und Nachhaltigkeit und fördert den Unternehmergeist, indem er Lernmodule, Hackathons und Entrepreneurship Education in die schulische und außerschulische Bildung bringt.“

Lernmodule

Wie die Gesellschaft für Informatik (GI) erklärt, handle es sich um leicht anpassbare und erweiter­bare Lernmodule für Schüler der Klassenstufen 10 bis 13 (im Alter von 16 bis 19 Jahren) im Bereich Digital-, KI- und Datenkompetenzen. Lernziel ist, sich mit den Klimadaten der eigenen Region auseinanderzusetzen und Projektideen rund um (Umwelt-)Informatik und Nachhaltigkeit zu entwickeln. Dabei sollen die Schüler auch KI-basierte Methoden kennenlernen und selbst einsetzen. „Ziel ist es, die Jugendlichen zur Gründung von gemeinwohlorientierten Initiativen zu ermutigen, die ihre Projekt­ideen prototypisch umsetzen“, heißt es dazu von der GI. Geplant sind zudem zwei Hackathons als Experimentierraum.

Austausch

Das Team des CDEC legt nach eigenen Angaben großen Wert da­rauf, die gewonnenen Erkenntnisse weiterzutragen und in den Austausch mit Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zu gehen.

„Ein Netzwerk aus Wissenschaft, Praxis und bildungspolitischen Akteur:innen soll entstehen, um die Ergebnisse langfristig in der schulischen und außerschulischen Bildung zu verankern“, heißt es d­azu.

Im Laufe des Projekts sollen neben den Hackathons auch offene Werkstätten stattfinden, die die Bedürfnisse der verschiedenen ­Akteure klären und die Einbindung der Forschungsergebnisse in ­etablierte Strukturen sicherstellen sollen.

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