Baden-Württemberg KI-Chatbot „telli“ für Schulen freigegeben

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

KI lässt sich kaum mehr aus dem Unterricht verbannen, Schülerinnen und Schüler nutzen ohnehin bereits ChatGPT für ihre Hausaufgaben. Mit der offiziellen Inbetriebnahme des Chatbotg „telli“ ermöglicht das Bundesland Baden-Württemberg seinen Lehrkräften deshalb nun auch die datenschutzkonforme eine KI-Nutzung für schulische Zwecke.

Der KI-gestützte Chatbot „telli“ wurde speziell für den schulischen Einsatz entwickelt und wird über SCHULE@BW bereitgestellt.(Bild:  Land Baden-Württemberg)
Der KI-gestützte Chatbot „telli“ wurde speziell für den schulischen Einsatz entwickelt und wird über SCHULE@BW bereitgestellt.
(Bild: Land Baden-Württemberg)

Baden-Württemberg hat seinen Schulen am 13. Oktober 2025 einen eigenen KI-Chatbot zur Verfügung gestellt, der den datenschutzkonformen Einsatz künstlicher Intelligenz im schulischen Umfeld ermöglichen soll. Das Tool wird über die digitale Bildungsplattform SCHULE@BW bereitgestellt und kontinuierlich weiterentwickelt, auch wenn es zunächst mit einer schlanken Grundausstattung an den Start geht. In der Grundversion bietet „telli" verschiedene Funktionen wie Chat, Dialogpartner, Lernszenario und Assistenten. Gleichzeitig dürfte „telli“ die günstige Gelegenheit bieten, mit Schülerinnen und Schülern über Chancen, Risiken und Grenzen des KI-Einsatzes zu diskutieren.

Der Chatbot soll Lehrkräfte bei der Unterrichtsvorbereitung entlasten und erlaubt es ihnen, verschiedene Personas zu erstellen. Diese könnten wiederum dabei helfen, auf die individuellen Bedürfnisse der grundverschiedenen Schülerinnen und Schüler einzugehen, beispielsweise durch Übersetzungen oder unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bei Aufgaben. Hierfür vertraut telli auf mehrere Large Language Models, wobei die Eingaben der Nutzenden nicht zum Training der Sprachmodelle verwendet werden. Ein weiterer Datenschutzaspekt: Das Tool wird über den Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen (VIDIS) bereitgestellt.

Bei der Weiterentwicklung des Systems setzen die Urheber auf kontinuierliche Verbesserung durch das Feedback einer zunehmenden Anzahl an Nutzenden. Das System ist modular konzipiert und lässt sich an die spezifischen Bedürfnisse in verschiedenen Bundesländern anpassen, wobei das Projekt durch eine pädagogische Fachgruppe mit Lehrkräften aus verschiedenen Bundesländern begleitet wird. Die Entwicklung von „telli" erfolgt im Rahmen des länderübergreifenden Digitalpakt-Projekts AIS (Adaptives Intelligentes System). Das Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) wurde mit der Umsetzung des Teilprojekts beauftragt.

Sandra Boser, Staatssekretärin im Kultusministerium Baden-Württemberg, betonte: „Wir geben den Schulen damit ein Instrument an die Hand, das sie einerseits bei ihren täglichen Aufgaben entlastet, anderseits aber auch den datenschutzkonformen Einsatz von künstlicher Intelligenz im Unterricht ermöglicht.“ Damit gewährleiste man den kritisch-konstruktiven Umgang mit einer wichtigen Technologie im schulischen Lernumfeld.

Für die Aktivierung müssen Schulleitungen das Beantragungs-Tool in SCHULE@BW nutzen. Support bietet das Servicecenter Schulverwaltung, während das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) entsprechende Fortbildungen zum Thema KI anbietet.

(ID:50590614)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung in der Verwaltung

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung