Fachkräftemangel und Fortbildungen Kann eine KI den Chef ersetzen?

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz kann im privaten und beruflichen Umfeld eine Hilfe sein und Arbeit abnehmen. In einer Umfrage des Bitkom wurde klar, dass sogar noch mehr geht: Jeder Dritte meint, eine KI könne seinen Chef ersetzen.

Um KI-Tools sinnvoll einsetzen zu können, braucht es Know-how.(Bild:  Mediaparts - stock.adobe.com / KI-generiert)
Um KI-Tools sinnvoll einsetzen zu können, braucht es Know-how.
(Bild: Mediaparts - stock.adobe.com / KI-generiert)

Wofür kann künstliche Intelligenz (KI) genutzt werden? Und inwieweit werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Umgang mit KI-Tools geschult? Das wollte der Branchenverband Bitkom genauer wissen und hat rund 1.000 Personen in Deutschland telefonisch befragt.

Die Ergebnisse zeichnen ein heterogenes Bild. 20 Prozent der Berufstätigen haben demnach bereits Fortbildungen zum KI-Einsatz erhalten, 6 Prozent bekämen Fortbildungen, haben sie aber noch nicht wahrgenommen, und ganze 70 Prozent kamen bislang noch gar nicht in diesen Genuss. „KI macht viele Tätigkeiten im Beruf einfacher und effizienter – und die Nutzung kann zudem noch Spaß machen. Wichtig ist, dass man die Tools richtig bedienen kann und auch über die Möglichkeiten und Grenzen der Technologie sowie über Datenschutz und Datensicherheit Bescheid weiß“, betont Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.

Nicht nur das: Laut europäischer KI-Verordnung müssten Unternehmen, die KI einsetzen, sicherstellen, dass die beteiligten Personen über ein „ausreichendes Maß an KI-Kompetenz“ verfügen. Dazu gehörten neben den eigenen Beschäftigten unter anderem auch Freelancer, Zeitarbeiter oder Dienstleister. Diese Vorgabe gilt seit Februar 2025. „Auch Unternehmen, die aktuell noch keine KI einsetzen, sollten überlegen, für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechende Fortbildungen anzubieten, denn viele nutzen zum Beispiel private KI-Apps auch für berufliche Zwecke“, ergänzt Wintergerst.

Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt langfristig verändern, so viel steht fest. (Bild:  Bitkom)
Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt langfristig verändern, so viel steht fest.
(Bild: Bitkom)

Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt in den kommenden Jahren weiter verändern, hier herrscht Konsens unter den Erwerbstätigen. Doch nicht nur das: 14 Prozent glauben, dass eine KI sie in ihrem Job komplett ersetzen könnte. Und immerhin 33 Prozent gehen sogar davon aus, dass ihre Vorgesetzte oder ihr Vorgesetzter durch eine KI ersetzbar sei. „Angesichts der demographischen Entwicklung und des bereits bestehenden Fachkräftemangels bietet KI gerade für die deutsche Volkswirtschaft eine Chance, den sich verschärfenden Mangel an Arbeitskräften zu mildern“, sagt Wintergerst.

Der Branchenverband schlägt bedarfsgerechte Schulungen zum Einsatz von künstlicher Intelligenz vor. Dabei sollten technische Grundlagen zur Funktionsweise von KI-Tools ebenso zur Sprache kommen wie rechtliche und ethische Aspekte. „Vollständige Weiterbildungskonzepte sollten unter anderem einen Lernraum zum Ausprobieren, Peer-Learning und Community-Netzwerke für informelles Lernen beinhalten“, empfiehlt der Bitkom.

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