Anwendungen auf Knopfdruck

In Karlsruhe rollt der Update-Express

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Software on Demand

Nach einer ausgiebigen Testphase entschloss sich die Stadt Karlsruhe 2006 zum Kauf. Mit der Einführung der Lösung wurde der Microsoft-Partner Consulting4IT beauftragt. Heute versorgt die IT-Abteilung bereits rund 2.000 Clients per SoftGrid mit wichtigen Anwendungen – von Office bis zum komplexen Fachverfahren.

Wird ein neuer Rechner eingeführt oder wechselt ein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz, werden alle Anwendungen, die der Nutzer benötigt, einmalig per Streaming „aufgespielt“. Dabei sind die Anwendungen in ein File eingebettet, das je nach Anzahl etwa drei bis vier Gigabyte groß ist. Bei neuer Hardware dauert dieser Vorgang 10 bis 15 Minuten. Danach kann der Nutzer an diesem PC wie an einem konventionell installierten Rechner arbeiten. Als besonders vorteilhaft sieht Kunze den grundlegenden Wechsel in der Art der Softwarenutzung, der mit SoftGrid Einzug hielt: „Heute sind die Anwendungen nicht mehr an ein bestimmtes Gerät gebunden, sondern an den Nutzer“, lobt der Karlsruher.

In der Praxis bemerkbar macht sich dies zum Beispiel, wenn ein Rechner einmal ausfällt oder ausgetauscht werden muss. In diesem Fall setzt sich der Anwender einfach an einen anderen Rechner oder an das Neugerät und autorisiert sich bei der Stadtdomäne. Je nach Leistungsfähigkeit der Hardware steht ihm innerhalb weniger Minuten seine komplette persönliche Arbeitsumgebung zur Verfügung. Auf diese Weise können die Mitarbeiter weitere Programme einfach per eMail anfordern. Sobald die Berechtigung geprüft ist, schaltet ein Administrator die Anwendung frei.

Die Berechtigungen, wer mit welcher Software arbeiten darf, sind in Active Directory festgelegt. Administratoren können dadurch eine Anwendung bei Bedarf schnell zuweisen oder entziehen. Ein Techniker, der sich vor Ort um das Aufspielen, Abstimmen, Einstellen oder Löschen von Software kümmern muss, ist so gut wie nicht mehr erforderlich. Damit ist auch der Aufwand beim Rollout neuer Anwendungen oder Updates entsprechend gesunken: „Für die Einführung neuer Programme oder das Aufspielen von Updates benötigen wir erheblich weniger Zeit“, berichtet Kunze.

Größere Projekte, wie der jährlich anstehende Rollout beziehungsweise Austausch von rund 500 neuen Endgeräten, bewältigt die IT-Abteilung damit in wesentlich kürzerer Zeit – ein Vorteil, der sich angesichts der 2.000 PCs und Laptops, die regelmäßig bedient werden müssen, zu einer beachtlichen Ersparnis summiert.

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