Handy aus, Kopf an?

Hessens Handyverbot an Schulen – Zeit fürs Halbjahreszeugnis

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Kultusministerium: „Handys aus – Kopf an“

Nach Ansicht des hessischen Kultusministeriums war die Schaffung der neuen Smartphone-Schutzzonen an den Schulen die richtige Entscheidung. Das zeigten die sehr positiven Rückmeldungen aus den Schulgemeinden, teilt das Ministerium mit. Die Lehrkräfte freuten sich darüber, dass sie endlich Klarheit haben und sich nicht immer wieder rechtfertigen müssen, wenn sie die private Handy-Nutzung begrenzen.

„Aber vor allem: Die ablenkende Wirkung der Handys im Schulalltag und auf den Unterricht hat ein Ende“, sagt ein Sprecher. Die überbordende Handypräsenz sei oft ein Grund für psychische Probleme und Cybermobbing unter Jugendlichen. „Handy aus – Kopf an: Wir wollen, dass die Schülerinnen und Schüler wieder mehr miteinander sprechen, statt alleine am Handy vor sich hin zu chatten“, betont der Sprecher.

Kritik von der Landesschülervertretung

Die Landesschülervertretung in Hessen steht der Regelung weiterhin kritisch gegenüber. Das Handyverbot habe darauf abgezielt, die Smartphone-Nutzung von Schülern deutlich zu reduzieren und insbesondere gefährliche Mediennutzung einzudämmen. „Beides konnten wir im letzten halben Jahr nicht feststellen“, berichtet Landesschulsprecher Laurenz Spies. Weder die Smartphone-Nutzung noch der gefährliche Medienkonsum lasse sich durch ein Handyverbot in der Schule reduzieren.

Ausschließlich eine effektive Medienbildung versetze Schüler in die Lage, ihre Handy- und Mediennutzung zu reflektieren und zu verbessern, erklärt Spies. Dieser Punkt sei zwar als zusätzlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag in das Schulgesetz mit aufgenommen worden. „Allerdings nehmen wir aktuell leider nicht wahr, dass der breiten Masse von Schülerinnen und Schülern tiefgründige digitale Kompetenzen vermittelt werden.“

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