Synergiepotenziale für eGovernment

Erfolgspotenziale in der öffentlichen Beschaffung

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Beispiel: Das Beschaffernetzwerk

Ein Soziales Netzwerk für die öffentliche Auftragsvergabe stellt das Beschaffernetzwerk (www.beschaffernetzwerk.de) dar. Das Beschaffernetzwerk dient Mitarbeitern in der öffentlichen Beschaffung als zentrales Diskussionsforum für alle Fragen rund um die öffentliche Auftragsvergabe. Öffentliche Einkäufer haben damit die Möglichkeit, mit anderen Nutzern des Beschaffernetzwerks in Kontakt zu treten und Informationen über gleiche Interessensgebiete auszutauschen. In thematischen Gruppen können Foreneinträge angelegt und beantwortet sowie Dokumente ausgetauscht werden, wodurch ein umfassender Wissensaustausch ermöglicht wird. Die Vorteile des Beschaffernetzwerks für den Erfahrungsaustausch in der öffentlichen Auftragsvergabe können damit wie folgt zusammengefasst werden:

  • Über die Profilangaben der Nutzer kann zu Kollegen, die ähnliche Aufgabengebiete haben oder mit ähnlichen Projekten beschäftigt sind, Kontakt hergestellt werden. Eine aufwendige Recherche nach geeigneten Ansprechpartnern zum Erfahrungsaustausch entfällt.
  • Über die Foren-Funktionen des Beschaffernetzwerks kann schnell und unkompliziert über interessante Sachverhalte diskutiert werden. Durch die einfach gehaltene Benutzeroberfläche werden Akzeptanzprobleme bei den Mitarbeitern abgebaut und ein umfassender Informationsaustausch angeregt.
  • Durch die Möglichkeit, Zugriffsrechte auf Foren zu vergeben, können Diskussionen auch in beschränkten Nutzergruppen durchgeführt werden.
  • Da das Beschaffernetzwerk als geschlossene Nutzergruppe nur Mitarbeitern der Öffentlichen Verwaltung und ausgewählten Experten offen steht, wird sichergestellt, dass das Netzwerk nicht von anderen Nutzern als Werbeplattform missbraucht werden kann.
  • Eine Teilnahme am Beschaffernetzwerk ist kostenlos möglich, sodass das Netzwerk ohne Budgetüberlegungen sofort genutzt werden kann.

Im Ende Mai 2008 gestarteten Beschaffernetzwerk tauschten sich vier Monate nach dem Netzwerkstart bereits mehr als 700 Teilnehmer über verschiedene Problemstellungen der öffentlichen Beschaffung in den Gruppenforen (beispielsweise Elektronische Vergabe oder Erstellung von Ausschreibungsunterlagen) aus.

Fazit

Durch eine stärkere Vernetzung und einen verbesserten Erfahrungsaustausch lassen sich in der Beschaffung vielfältige Effizienzsteigerungspotenziale erschließen. Für eine geeignete informationstechnische Unterstützung sind insbesondere die Nutzerakzeptanz und die Kosten der Lösung entscheidend, da diese den Erfolg eines Wissensaustauschs wesentlich mitbestimmen. Diese Anforderungen können insbesondere Web-2.0-Anwendungen erfüllen. Mit dem Beschaffernetzwerk wurde ein praktisch implementiertes Soziales Netzwerk für das öffentliche Auftragswesen vorgestellt.

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