Sicherheit und Innovation Ein KI-Büro in der EU-Kommission

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Mit der Einrichtung eines KI-Büros sollen künftig KI-Praktiken geprüft, Innovationen gefördert und KI-Entwicklungen sichergestellt werden, sodass sie mit den Werten der EU im Einklang stehen.

Das Amt für Künstliche Intelligenz unterstützt die betreffenden Leitungsstellen in den Mitgliedstaaten.(© IBEX.Media – stock.adobe.com)
Das Amt für Künstliche Intelligenz unterstützt die betreffenden Leitungsstellen in den Mitgliedstaaten.
(© IBEX.Media – stock.adobe.com)

Die Errichtung des neuen KI-Büros in der EU-Kommission wurde vor dem Hintergrund des Maßnahmepakets beschlossen, das Anfang des Jahres 2024 zur Unterstützung vertrauenswürdiger KI erfolgt ist. Die dafür vorgesehenen Strukturänderungen sollen am 16. Juni umgesetzt werden. Und schon Ende des Monats erfolgt die erste Sitzung des KI-Ausschusses im neuen KI-Büro.

„Mit dem neuen KI-Amt und seinen 140 talentierten Kolleginnen und Kollegen wird die Kommission über das notwendige Fachwissen verfügen, um die Durchführung des KI-Gesetzes zu steuern und die Rolle Europas als weltweiter Standardsetzer im Bereich der KI zu stärken“, teilte Kommissar Thierry Breton, zuständig für den Binnenmarkt mit.

Zu den künftigen Mitarbeitern zählen Technikspezialisten, Verwaltungsassistenten, Juristen, Politikwissenschaftler und Ökonomen. Mit ihrer Hilfe soll das KI-Gesetz durchgeführt und gewahrt werden, sodass KI weiterentwickelt, genutzt, Innovationen vorangetrieben, Risiken minimiert und der gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Nutzen gestärkt wird. „Das Amt wird ein europäisches KI-Ökosystem fördern, das innovativ und wettbewerbsfähig ist und die Vorschriften und Werte der EU achtet“, sagte der Kommissar weiterhin.

Margrethe Vestager, Exekutiv-Vizepräsidentin, zuständig für das Ressort „Ein Europa für das digitale Zeitalter“ sagte folgendes: „Gemeinsam mit Entwicklern und Wissenschaftskreisen wird es KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck bewerten und testen, damit die KI uns Menschen dient und unsere europäischen Werte gewahrt bleiben.“ Aktuell arbeitet das Amt für KI aber auch an Leitlinien, wie KI-System-Definitionen und KI-Verboten. All diese Erarbeitungen sollen dann in den kommenden Monaten feststehen.

Für die Koordinierungen wird das Amt fünf Referate bilden, die für die folgenden Aufgaben zuständig sind:

  • Regulierung und Einhaltung,
  • KI-Sicherheit,
  • Exzellenz in KI und Robotik,
  • KI für das Gemeinwohl,
  • KI-Innovation und Politikkoordinierung.

An der Spitze des Amts wird die künftige Leiterin oder der künftige Leiter stehen. Die Federführungen übernehmen ein leitender Wissenschaftler und ein leitender Berater für internationale Angelegenheiten. Das wissenschaftliche Gremium wird im steten Austausch mit der Wissenschaftsgemeinschaft stehen, während das Beratungsforum mit ausgewählten Interessensträgern, Start-ups, Hochschulen, Denkfabriken und der Zivilgesellschaft in Verbindung bleibt. Weitere Zusammenarbeiten finden mit den Mitgliedstaaten innerhalb von Foren und Expertengruppen statt sowie mit dem Europäischen Ausschuss für Künstliche Intelligenz.

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