Digitalisierung Drei Schlüsselthemen für mehr eGovernment

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Die Studie „IT-Konsolidierung in der öffentlichen Verwaltung 2025“ von msg systems liefert Informationen zum Status quo, definiert zentrale Stellschrauben und gibt Empfehlungen.

Cloud, RegMo, Security: drei Teile, die zu einem Ganzen gehören.(Bild: ©  ryker – stock.adobe.com)
Cloud, RegMo, Security: drei Teile, die zu einem Ganzen gehören.
(Bild: © ryker – stock.adobe.com)

Die mittlerweile sechste Studie von msg zur IT-Konsolidierung in der öffentlichen Verwaltung blickt konkret auf die Transformationsbereiche Betriebs- und Dienstekonsolidierung sowie Registermodernisierung, betrachtet aber auch die NIS-2-Richtlinie und die Nutzung von Cloud-Diensten.

Cloud: zwischen Aufbruch und Hürden

Die Studienergebnisse zeigen, dass die Cloud in der öffentlichen Verwaltung angekommen ist, jedoch nicht überall. Während Großstädte bereits zu 56 % Cloud-Services nutzen, sind es bei Ländern 51 % und beim Bund 46 %. Die Vorteile hingegen werden übergreifend erkannt und geschätzt: Über 90 % der befragten Behörden erhoffen sich durch die Cloud einen Innovationsschub sowie eine höhere Verfügbarkeit von IT-Services. Großstädte nutzen die Cloud für eher unkritischere Anwendungen wie Terminvergabe oder Videokonferenzen, die Bundesländer hingegen setzen die Cloud eher pragmatisch und Governance-geführt ein.

Gebremst wird die Cloud-Transformation vor allem durch IT-Sicherheitsbedenken, den Schutzbedarf sensibler Daten sowie die Angst vor einem Vendor Lock-in.

RegMo: Potenzial da, aber kaum bekannt

Die Registermodernisierung (RegMo) darf getrost als Basis der Verwaltungsdigitalisierung betrachtet werden. Doch die Studie zeigt, dass über 30 % der Befragten gar nicht wissen, ob sie davon betroffen sind – besonders in Großstädten. Länder und kleinere Kommunen sind hingegen laut msg stärker involviert, da sie viele relevante Register und Online-Antragsverfahren verantworten.

Die Studie betont, dass der Erfolg der RegMo maßgeblich von der aktiven Einbindung der Kommunen abhängt. Fortschritte gebe es bereits: Mit dem NOOTS-Staatsvertrag sei eine zentrale Infrastruktur geschaffen worden, die Registerdaten effizienter und sicherer bereitstellen solle. Dennoch bleibe die Registermodernisierung ein langfristiger Prozess, der gezielte Informationsangebote und flexible Governance-Strukturen erfordere.

In der Studie gibt es zahlreiche Praxisbeispiele, Expertenstimmen und konkrete Handlungsempfehlungen. Die vollständigen Ergebnisse werden am 4. November im Rahmen einer Informationsveranstaltung präsentiert. Infoseite und Anmeldeformular finden Sie hier:

Präsentation der Studie

NIS-2: Pflichtaufgabe

Viele Behörden sind noch unsicher, ob und wie sie von der NIS-2-Richtlinie betroffen sind, das zeigen die Studienergebnisse deutlich. Nur 20 % der Bundesbehörden und 39 % der Länder geben an, die Anforderungen aus der EU-Richtlinie umsetzen zu müssen.

Die Mehrheit sieht die Richtlinie als wichtigen Baustein für mehr Sicherheit, warnt aber vor zusätzlicher Bürokratie und Überforderung – vor allem auf kommunaler Ebene.

In der Studie wird empfohlen, die NIS-2-Umsetzung risikobasiert und gestaffelt anzugehen, Synergien durch Kooperationen zu nutzen und das Personal gezielt zu qualifizieren. NIS-2 sei kein optionales Programm, sondern verbindlicher Rahmen für die digitale Sicherheit der Verwaltung.

Fazit

Die Studie macht deutlich: Cloud, Registermodernisierung und Cybersicherheit sind zentrale Stellschrauben für eine moderne, effiziente Verwaltung. Die Digitalisierung der Verwaltung sei ein Marathon, kein Sprint, betont msg.

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