Tokenlose Zwei-Faktor-Authentifizierung im Einsatz bei Behörden

Doppelt sicher für die Öffentliche Hand

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(Bild: SecurEnvoy)
Ähnliche Erfahrungen machten die Mitglieder des Stadtbezirks Royal Borough of Kensington and Chelsea in London: Der Bezirk am westlichen Rand der englischen Hauptstadt beschäftigt Tausende öffentliche Angestellte, die sich um die Belange der rund 150.000 Einwohner kümmern. Das remote arbeitende Personal griff für rund acht Jahre mittels eines Token-basierten Systems auf das Netzwerk zu. Nötig war dazu ein physisches Token, das Zugangscodes für die Authentifizierung erzeugte.

Zeitraubend

Diese Methode stellte sich jedoch als zeitraubend und unsicher heraus. Token gingen verloren oder wurden in Laptops steckengelassen. Durch ständige Neuanschaffungen stiegen die Betriebskosten. Davon abgesehen bedeutete jede weitere Token-Vergabe einen beträchtlichen Verwaltungsaufwand und einen zeitintensiven Prozess für den Mitarbeiter. Denn der Betroffene musste zuerst ein Formular ausfüllen und anschließend einen Termin für die persönliche Token-Übergabe vereinbaren – die Zusendung mit der Post kam nicht in Frage.

Dann entdeckten die Verantwortlichen, wie nah die Lösung lag: Mehr als 1.000 Mitarbeiter waren bereits mit Mobiltelefonen ausgestattet worden – ließe sich diese Investition nicht vielleicht nutzen, um die Kosten für Token einzusparen? Mit der Installation der neuen Lösung war das möglich.

„Mit der neuen Authentifizierungslösung haben wir dem Nutzer die Verantwortung für sein Token abgenommen“, erläutert Russell Hookway, Network & Telecommunications Manager des Royal Borough of Kensington and Chelsea. „Denn in der Vergangenheit erlebten wir einige Fälle, wo das Personal das Token entweder verlegte oder es eingesteckt im Laptop ließ. Solche Versehen waren eine enorme Belastung für das IT-Support-Team.“

VPN zu unsicher

Für remote arbeitendes Personal setzen Unternehmen wie Behörden oft zumindest eine VPN (Virtual Private Network) -Verbindung ein, um die Mitarbeiter zu identifizieren. Diese Vorgehensweise benötigt nur Benutzername und Passwort – zu unsicher nach Meinung des Stadtparlaments der schottischen 140.000-Einwohner-Stadt Dundee. Es unterliegt den Anforderungen des Scottish Government’s Code of Conduct and Compliance (CoCo) für Kommunalbehörden, die spezielle Sicherheitsrichtlinien bezüglich des Government Secure Extranet (GSX) fordern.

Flexibel bleiben

Aus diesem Grund hat das Stadtparlament die VPN-Anmeldung mit einer tokenlosen Zwei-Faktor-Authentifizierungsmethode verstärkt. Per SMS erhält der Mitarbeiter einen sechsstelligen Passcode, den er beim Anmeldevorgang zusammen mit Benutzername und Passwort eingibt. Für jeden Login erhält er einen neuen, dynamisch generierten Code; die bereits eingegebenen sind umgehend ungültig.

„Wir wollten die Sicherheit unserer Virtual Private Networks verbessern." ... Lesen Sie weiter!

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