Digitalisierung

Digitalstrategie für die Stadt Essen

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Bereits im Oktober 2021 hatte die Konrad-Adenauer-Stiftung eine Studie veröffentlicht, deren Hauptaussage ist, dass man – wenn man einen Grad der Digitalisierung, wie er bereits in weiten Teilen des asiatischen Raums vorherrscht, erreichen möchte – den Fokus auf Sicherheit und dadurch auch auf das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger legen muss. Eine großflächige Verbreitung und Akzeptanz der neuartigen technologischen Strukturen ist laut der Studie nämlich nur dann möglich, wenn sich ein Großteil der Benutzer bei der Bedienung derselben wohlfühlt.

Unter der Leitung des Essener Chief Digital Officers Peter Adelskamp soll die Stadt Essen den Transformationsprozess hin zu einer „Netzwerkkommune“ durchlaufen. Das bedeutet, dass Essen zu einer Kommune werden soll, die über die Grenzen der eigenen Stadt hinaus digital operabel bleibt und auch über gemeinsame Schnittstellen mit anderen derart digitalisierten Kommunal-, Landes- und Bundesverwaltungen kommunizieren und nachhaltig interagieren kann. In einer idealen Welt sind eines Tages alle Kommunen weltweit untereinander kompatibel und bieten den Bürgerinnen und Bürgern einen allumfassend digital abgebildeten Zugang zu verwaltungstechnischen Angeboten.

Cyberangriffe und DSGVO stellen bremsende Faktoren dar

Bislang befinden sich solche Vorstellungen jedoch noch im Bereich der Utopie beziehungsweise größtenteils in frühen Planungsstadien; und bis eine flächendeckende Verbreitung gefunden ist, werden die Verwaltungen von Großstädten wie Essen ein um das andere Mal vor größere und kleinere Herausforderungen gestellt. Als einer der wichtigsten Aspekte hat die Sicherheit der Bürgerdaten sowie die DSGVO-konforme Verarbeitung dieser im Mittelpunkt zu stehen. Das zuletzt überaus lästige Problem der Cyberangriffe auf Strukturen der Öffentlichen Verwaltung muss gleichermaßen eingedämmt werden wie die Attraktivität der Öffentlichen Verwaltung aufrechterhalten werden muss. Aus diesem Grund hat die Stadt Essen einige Eckpunkte wie beispielsweise unterschiedliche Arbeitszeitmodelle sowie die Möglichkeit des mobilen Arbeitens aufgestellt. Denn auch wenn die Verwaltung in Essen und anderen deutschen Großstädten in absehbarer Zeit zunehmend digitalisiert sein wird, muss es stets Verwaltungspersonal geben, das eine gewisse menschliche Komponente und Kompromissfähigkeit in den Verwaltungsalltag einbringt.

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