Bitkomat Digitalpolitischer Kompass für Baden-Württembergs Wähler

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Vor der Landtagswahl am 8. März 2026 hilft ein neues Online-Tool bei der politischen Orientierung. Der Clou dabei: Der Fokus des Tools liegt auf Digitalpolitik.

Digitalpolitik betrifft jede und jeden. Ein Tool des Bitkom bietet eine Hilfestellung zur Durchdringung des Paragraphendschungels.(Bild: ©  kebox - stock.adobe.com)
Digitalpolitik betrifft jede und jeden. Ein Tool des Bitkom bietet eine Hilfestellung zur Durchdringung des Paragraphendschungels.
(Bild: © kebox - stock.adobe.com)

Welche Partei steht für schnellen Glasfaserausbau? Wer will die Verwaltungsdigitalisierung beschleunigen? Und wie positionieren sich die Parteien beim Thema Datenschutz? Digitalisierung ist längst zu einem wahlentscheidenden Thema herangewachsen. Doch während klassische Entscheidungshilfen wie der Wahl-O-Mat das gesamte politische Spektrum abdecken, bietet der Branchenverband Bitkom nun mit dem Bitkomaten ein spezialisiertes Instrument an. Pünktlich zur Landtagswahl in Baden-Württemberg können sich Wählerinnen und Wähler damit einen Überblick verschaffen, welche Partei ihre digitalpolitischen Vorstellungen am besten vertritt.

20 Thesen, vier Themenbereiche

Das Konzept dahinter ist denkbar einfach. Analog zu bekannten Wahlentscheidungshilfen arbeiten sich die Nutzerinnen und Nutzer durch 20 digitalpolitische Thesen und können darüber hinaus ihre persönlichen Präferenzen mit den Positionen der fünf im Landtag vertretenen Parteien abgleichen. Die Fragen bewegen sich in den vier zentralen Bereichen „Politik & Verwaltung“, „Bildung & Teilhabe“, „Digitalwirtschaft & Infrastruktur“ sowie „Sicherheit & Datenschutz“.

Anders als beispielsweise der Wahl-O-Mat, der mit 38 Thesen alle 21 zur Wahl zugelassenen Parteien einbezieht, konzentriert sich der Bitkomat bewusst auf die parlamentarische Alltagswelt und die dazugehörige digitalpolitische Debatte. Am Ende zeigt das Tool an, welche Parteien den eigenen (digital)politischen Überzeugungen am nächsten stehen.

Datenschutz by Design

Die Antworten der Nutzer werden allerdings nicht gespeichert und es werden auch keine Statistiken über die Ergebnisse erhoben. „Data Minimization by Design“ lautet das Prinzip, welches einen bewussten Kontrapunkt zu sammelwütigen Online-Tools bilden soll. Diese Transparenz dürfte gerade bei einem Tool zu Digitalpolitik für Glaubwürdigkeit sorgen.

Orientierungshilfe statt Wahlempfehlung

Der Bitkom betont ausdrücklich, dass der Bitkomat keine Wahlempfehlung darstellt, sondern eine Informationsressource zur digitalen Landespolitik sein soll. Das Tool will damit eine Lücke schließen. Denn während viele Wählerinnen und Wähler bei traditionellen Themen wie Wirtschaft oder Bildung klare Vorstellungen haben, bleibt Digitalpolitik oft abstrakt.

Bereits zur Bundestagswahl 2021 hatte der Bitkom das Tool erstmals angeboten. Die Wiederauflage für Baden-Württemberg legt nahe, dass der Bedarf nach spezialisierten politischen Orientierungshilfen wächst. In einem Flächenland wie Baden-Württemberg, das sich als Innovationsstandort versteht und gleichzeitig mit Herausforderungen beim Breitbandausbau im ländlichen Raum kämpft, könnte Digitalpolitik das Zünglein an der Waage sein. Oder in anderen Worten: Sie könnte wahlentscheidend sein.

Wer sich also vor dem Gang zur Urne am 8. März 2026 speziell über die digitalpolitischen Positionen der Parteien informieren möchte, findet im Bitkomat eine kompakte Orientierungshilfe.

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