Call for Concepts: Open-Source-Lösungen gesucht DigitalHub in Schleswig-Holstein gestartet

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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In Schleswig-Holstein hat der neue DigitalHub.SH die Arbeit aufgenommen, und in wenigen Tagen startet bereits der erste Call für Open-Source-Projekte. Auch konkrete Bedarfe dafür hat die Staatskanzlei schon identifiziert.

WTSH-Geschäftsführer Dr. Hinrich Habeck und Digitalisierungsminister Dirk Schrödter beim offiziellen Start des DigitalHub.SH in der Staatskanzlei.(© Staatskanzlei Schleswig-Holstein)
WTSH-Geschäftsführer Dr. Hinrich Habeck und Digitalisierungsminister Dirk Schrödter beim offiziellen Start des DigitalHub.SH in der Staatskanzlei.
(© Staatskanzlei Schleswig-Holstein)

Der DigitalHub.SH ist bei der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) in Kiel angesiedelt. Der Hub soll die Bedarfe des öffentlichen Sektors und Ideen aus der Digitalwirtschaft miteinander verknüpfen, Projektpartner zusammenbringen und offene Innovationen unterstützen. Im Fokus steht die Entwicklung von Open-Source-Lösungen. Damit sollen einseitige Abhängigkeiten im IT-Bereich reduziert und die digitale Souveränität der Landesverwaltung gestärkt werden, erklärte Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter beim Auftakttreffen mit Vertretern aus Wirtschaft und Kommunen: „Die Verwaltung muss in der Lage sein, digitale Lösungen flexibler zu beschaffen und eigenständiger zu nutzen.“

Dazu finanziert das Land Einrichtung und Betrieb des DigitalHubs mit mehr über zwei Millionen Euro über die nächsten drei Jahre. Für Projekte, die durch den Hub unterstützt werden, sollen gut acht Millionen Euro bereitgestellt werden.

Für eine erfolgreiche digitale Transformation ist ein gut funktionierendes digitales Ökosystem aus Verwaltung und Wirtschaft essentiell. Der neue Hub kann hierzu einen entscheidenden Betrag leisten.

Dirk Schrödter, Digitalisierungsminister Schleswig-Holstein

Offene Innovation: Call for Concepts

Der Call for Concepts für die ersten Projekte startet bereits am 15. Januar: Im „Landesprogramm Offene Innovationen“ können öffentliche und gemeinnützige Organisationen gemeinsam mit Anbietern aus der Digitalwirtschaft neue digitale Lösungen entwickeln. Die Staatskanzlei hat bereits acht konkrete Bedarfe identifiziert, für die sichere, anpassbare und nachhaltige Open-Source-Lösungen gesucht werden:

  • E-Akte
  • Warenwirtschaft und E-Commerce
  • Verwaltungsautomatisierung
  • Mobile Device Management
  • Darksite für Verwaltungstätigkeiten
  • Buchungsplattform für Veranstaltungen
  • Semantic Web und ActivityPub
  • Aufgabenplanung und –erledigung

Darüber hinaus können Teilnehmende aber auch Projektskizzen für selbst identifizierte Digitalisierungsbedarfe einreichen.

Ein Konsortium aus Staatskanzlei, DigitalHub.SH und einer Fachjury wird die Projekte bewerten und zur Förderung und Begleitung durch den DigitalHub auswählen, dafür will das Land für 2024 zunächst zwei Millionen Euro im Rahmen des Programms Offene Innovation bereitstellen.

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