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Anforderungen an eine Web-2.0-Architektur
Eine moderne Web-2.0-Architektur ist primär nutzerorientiert, flexibel, modular aufgebaut, integrativ, effizient und skalierbar. Um dies zu erreichen, hat es sich bewährt, die benötigten Funktionalitäten auf verschiedenen Ebenen zu betrachten. Es wird dabei zwischen Präsentations-, Dienste-, Integrations- und Backend-Schicht unterschieden (siehe Grafik).
Präsentationsschicht: Die für den Endnutzer komfortable Aufbereitung und Darstellung finden in einem Portal der neuesten Generation statt. Das Portal erkennt nach der Anmeldung des Mitarbeiters oder Partners die Rolle und Aufgaben in der Organisation und stellt genau die Anwendungen und Informationen personalisiert bereit, die dieser Rolle entsprechen. Das Erscheinungsbild entspricht den Corporate-Identity-Vorgaben des Hauses oder der Abteilung und kann von dem Mitarbeiter an seine Bedürfnisse angepasst werden (einfaches Verschieben und Neugruppieren von Anwendungen, Abonnieren von Inhalten, Aktivieren von Push-Diensten).
Diensteschicht: Hier finden sich primär folgende Anwendungsmodule: Content Management (CM), Suche und Dienste für die Zusammenarbeit. Das CM dient der einfachen Erfassung, Verwaltung und dem effektiven Publizieren von Web-Inhalten. Diese Komponente bildet die Grundlage für den Aufbau einer Wissensbasis, in der Inhalte nach verschiedenen Klassifizierungen und Nutzerbewertungen abgelegt und mit Kommentaren versehen werden.
Die Suchfunktion unterstützt den Nutzer bei der Recherche und Aufbereitung von neuen Inhalten. Sie bezieht möglichst alle relevanten Informationsquellen der Behörde unter Berücksichtigung der Zugriffsberechtigungen der Quellsysteme mit ein. Die Expertensuche ermöglicht es schnell einen Ansprechpartner zu einem bestimmten Thema zu finden. Der Dienst für Zusammenarbeit ermöglicht es, gemeinsam in einem geschlossenen Bereich Ergebnisse vorzubereiten und zu koordinieren, um sie später für eine größere Nutzergruppe zu publizieren.
Eine neue Form der Kommunikation stellt die Echtzeitkommunikation dar. Diese ermöglicht Abstimmungen und die Koordination von Aktivitäten über Chat und Konferenzfunktionen. Die semantische Analyse schließlich bietet Such- und Interpretationsmöglichkeiten im Web an. Sie kann interaktive semantische Netze zu ausgewählten Ereignissen oder Themen über einen frei konfigurierbaren Zeitraum automatisch generieren oder so genannte Tag Clouds (Schlagwortwolken) zu jedem verfügbaren Thema erzeugen. Darin wird schnell ersichtlich, welche Themen derzeit aktuell oder von Interesse sind.
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