Viele Behörden stehen bei der Cloud-Transformation noch am Anfang. Eine Studie beleuchtet die wesentlichen Hemmnisse in Verwaltungen. Während private Cloud-Lösungen bevorzugt werden, suchen Behörden weiterhin nach Wegen, ihre digitale Souveränität zu sichern.
Auch der Cloud Report 2024 des Bitkom liefert Einblicke in Studienergebnisse zur Rolle der Cloud für die Wirtschaft.
Es existieren zahlreiche Studien und Statistiken zum Thema Cloud Computing. Es liegt auf der Hand, dass eine moderne IT-Landschaft den Einsatz neuer Technologien fördert. Immer mehr Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Behörden setzen daher auf KI, Open Source und die Cloud, um ihre IT-Infrastruktur auf ein höheres Niveau zu bringen. Im Bereich Cloud verzeichnen Statista-Prognosen jedes Jahr einen Anstieg – sei es im Nutzungsverhalten, beim globalen Umsatz oder in der Gesamt-Marktentwicklung der Public Cloud bis 2028. Schließlich sind über 95 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mittlerweile online, wie eine Befragung zur „Digitalisierung – wo steht Deutschland?“ des ARD/ZDF zeigt. Angesichts dieser Zahlen liegt es nahe, dass sich sowohl Unternehmen als auch Behörden anpassen und zunehmend auf Online-Dienste sowie digitale Services zurückgreifen.
Statista liefert jedoch viele Ergebnisse basierend auf Umfragewerten von Unternehmen. Die Studie „Im Spannungsfeld zwischen Innovation und Souveränität: Cloud und die digitale Zukunft der Verwaltung – Markt, Entwicklungsperspektiven und Entscheidungsstrukturen“ konzentriert sich dagegen auf Behörden und die öffentliche IT. In der von Wegweiser Research & Strategy (in Kooperation mit Capgemini) durchgeführten Befragung werden ebenfalls Cloud-Technologien in den Fokus genommen, darunter die Analyse des aktuellen Cloud-Angebots für den öffentlichen Sektor und dessen künftige Entwicklung.
Etwa 45 Cloud-Anbieter hatten zuvor ihr Leistungsportfolio offengelegt. Darüber hinaus werden die Potenziale und Erwartungen öffentlicher Verwaltungen untersucht und wie Innovationen, auch aus dem privaten Sektor, mit den Anforderungen an die digitale Souveränität in Einklang gebracht werden können.
Die Auswertung der Daten von Februar bis September 2024 ergab, dass das Interesse an der Weiterentwicklung der Digitalisierung auch in den Behörden groß ist. Nichtsdestotrotz stehen die meisten Verwaltungen in Deutschland noch am Anfang jeglicher Cloud-Migration. Trotz erster Fortschritte gebe es noch viel Nachholbedarf: Die öffentlichen Stellen seien zwar gewillt, sich das nötige Wissen anzueignen und in Weiterbildungsmaßnahmen zu investieren, doch fehle es ihnen noch an grundlegenden Kenntnissen in Bezug auf Bereitstellungs- oder Kostenmodelle, Infrastruktur oder spezifische Use Cases. Fast die Hälfte der Behörden habe zudem noch keine eigene Cloud-Strategie erarbeitet.
Die am häufigsten genannten Gründe für etwaige Hürden sind:
Datenschutz
Cloud-Readiness der Fachverfahren und der Infrastruktur (einschließlich Kompatibilität und Herstellersupport)
Bürokratie
fehlende Standardisierung
Cloud-Verbote und Regulatorik
Akzeptanz
Mangel an Fachkräften und Personalressourcen
Wissen in den Behörden
Hinzukamen aber auch Probleme mit der IT-Sicherheit und dem Zeitaufwand oder fehlende Angebote und die Souveränität. Einige wenige Teilnehmende erwähnten zudem Faktoren wie Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit, Vendor Lock-In, Beschaffung und hohe Kosten.
Die verfügbaren finanziellen Mittel für die IT werden in verschiedene Technologien investiert. Ein wesentlicher Teil davon fließt in die Cloud-Transformation. Insgesamt sind es etwas weniger als ein Fünftel des verfügbaren Budgets, das noch in diesem Jahr in die Cloud investiert werden soll. Jedoch variieren die Zahlen je nach Cloud-Typ. Zum Beispiel beträgt der Anteil für die Private Cloud – inklusive der Leistungen aus der Deutschen Verwaltungscloud (DVC) – etwa 22 Prozent; für die Public Cloud knapp 20 Prozent und für die Souveräne Cloud lediglich 13 Prozent. Die hohen Ausgaben offenbaren, dass die Private Cloud generell positiv aufgenommen wird.
Nachdem diese auch von mehr als der Hälfte aller Befragten bevorzugt wird, sind es doch fast genauso viele, die sich für die DVC aussprechen. Dicht dahinter folgt Non-Cloud, während die Public Cloud am wenigsten überzeugen konnte. Es zeigt sich, dass überraschend wenig Vertrauen in die Souveräne Cloud besteht, obwohl diese gezielt auf Datensouveränität ausgerichtet ist. Die Hybride und die Souveräne Cloud sind vielen Verwaltungen sogar relativ unbekannt. Über 20 Prozent der Teilnehmenden gab an, mit diesem Modellen nicht vertraut zu sein, was sich auch im niedrigen Umsetzungsgrad widerspiegelt.
Stand: 08.12.2025
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Neben möglichen Wissenslücken scheint es auch eher Vorbehalte und Misstrauen gegenüber den Anbietern der Public Cloud zu geben. Das führt zu dem Dilemma, dass sie lediglich ein geringes Angebot an Services von ihren Stammlieferanten erhalten. Da sei laut den befragten Verwaltungen vor allem die Einstellung zu den verschiedenen Cloud-Anbietern entscheidend. Wenn es jedoch gelingt, das Vertrauen in andere Modelle zu stärken, könnte dies nicht nur die Akzeptanz erhöhen, sondern zu einem vielfältigeren Markt führen.