Agentic AI in der Verwaltung Deutschland gewinnt internationalen Preis für KI

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Beim World Government Summit wurde Deutschland für den Einsatz einer agentischen KI für Planungs- und Genehmigungsverfahren ausgezeichnet. Die Lösung soll als Open Source bereitgestellt werden – zur Nachnutzung in Bund, Ländern und Kommunen.

World Government Summit 2026: Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger nimmt die Auszeichnung für den Einsatz von KI in der Verwaltung stellvertretend für Deutschland entgegen.(Bild:  © Woithe)
World Government Summit 2026: Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger nimmt die Auszeichnung für den Einsatz von KI in der Verwaltung stellvertretend für Deutschland entgegen.
(Bild: © Woithe)

Die agentische KI-Plattform, die ursprünglich für Planungs- und Genehmigungsverfahren für das Wasserstoff-Kernnetz entwickelt wurde, ist beim diesjährigen World Government Summit in Dubai ausgezeichnet worden.

Dieser Preis unterstreicht: Deutschland kann bei KI in der Verwaltung in der ersten Liga mitspielen.

Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger

Statt die umfangreichen Genehmigungsanträge wochen- und monatelang manuell zu prüfen, können Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter die über hunderte Seiten langen Unterlagen durch die KI-Lösung innerhalb weniger Stunden analysieren lassen. Die agentische KI prüft, ob die nötigen Nachweise vorliegen und erstellt Entscheidungsvorlagen; die letztliche Entscheidung bleibt dabei in der Hand der Mitarbeitenden.

Initiiert und finanziert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) als dem zuständigen Ressort für den Aufbau der Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland. Die Lösung könne auf unterschiedliche Rechtsgebiete des Planungs- und Genehmigungsrechts, aber auch weitere Rechtsgebiete trainiert werden und sei somit universell einsetzbar, heißt es aus dem Bundesministerium (BMDS), das die KI entwickelt hat.

Erste Anwendungsfälle in Hamburg und NRW

Die ersten KI-Agenten sind auch bereits im Einsatz: Die Freie und Hansestadt Hamburg nutzt sie für die Genehmigung von Wasserstoff-Kernnetzleitungen. Weitere Module werden derzeit in Nordrhein-Westfalen in Genehmigungsprozesse von Anträgen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz integriert. Ein weiteres Implementierungsprojekt läuft mit dem Fernstraßen-Bundesamt.

„Mit einem ersten Service auf Basis von Agentic AI ist der Deutschland-Stack live gegangen“, kommentierte Dr. Markus Richter, Staatssekretär im BMDS, dazu auf LinkedIn. Die Anbindung an Verwaltungsverfahren zur Genehmigung komplexer Infrastrukturvorhaben in Hamburg und Nordrhein-Westfalen liege im Zeitplan und zeige eindrucksvoll das Potenzial einer digitalen Verwaltung mit Services und Komponenten eines zentralen Stacks, so Richter.

Open Source ermöglicht Nachnutzung

Die KI-Agenten sollen nun Schritt für Schritt als Open-Source-Lösung bereitgestellt und somit in Bund, Ländern und Kommunen nachgenutzt werden können. „Damit schaffen wir eine Blaupause für den Einsatz von künstlicher Intelligenz in Genehmigungsverfahren und stärken gleichzeitig unsere digitale Souveränität“, erklärte Bundesdigitalminister Wildberger.

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