9. Magdeburger Developer Days Der erste CIO-Innovationspreis des Landes Sachsen-Anhalt geht an...

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Sachsen-Anhalt verlieh zum ersten Mal den Preis für CIO-Innovationen: Der Gewinner erhielt nicht nur 25.000 Euro, sondern auch ein Entwicklungsauftrag, um das Projekt zu unterstützen und in die Praxis umzusetzen.

Vergangene Woche bei der Preisverleihung: Der erste Platz ging an ein K.I.S.S.-Tool, das nun womöglich in die Systemlandschaft der Landesverwaltung integriert wird.(© Kateryna Kordubailo – stock.adobe.com)
Vergangene Woche bei der Preisverleihung: Der erste Platz ging an ein K.I.S.S.-Tool, das nun womöglich in die Systemlandschaft der Landesverwaltung integriert wird.
(© Kateryna Kordubailo – stock.adobe.com)

Insgesamt 49 Bewerbungen erhielt Sachsen-Anhalt für die Ausschreibung zum Wettbewerb des CIO-Innovationspreises, anlässlich des 9. Magdeburger Developer Days. Die Einsendungen erreichten sie aus ganz Deutschland: Allein 29 aus Sachsen-Anhalt und insgesamt von 46 Unternehmen, Kommunen und Forschungseinrichtungen sowie Privatpersonen. Gesucht wurden innovative Digitalisierungsideen für die öffentliche Verwaltung; vor allem aber neue Lösungsansätze für die Automation und die Anwendung von KI.

„Mit dem Wettbewerb beschreiten wir einen neuen Weg bei der bedarfsorientierten Identifizierung und Einführung von digitalen und technologischen Innovationen in die Aufgabengebiete der Landesverwaltung“, teilte der Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Digitales, Sachsen-Anhalts CIO Bernd Schlömer, bei der Preisverleihung vergangene Woche mit. „Letztlich sollen mit dem Preis auch junge Unternehmen und Start-ups die Möglichkeit erhalten, ihre Innovationen in der Praxis anzuwenden, damit sie sich mit wichtigen Referenzen erfolgreich am Markt etablieren“, betonte Bernd Schlömer. Deshalb erhielt der Erstplatzierte zusammen mit dem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro, einen Entwicklungsauftrag. „Jetzt gehe es darum, die Ideen gemeinsam zu vertiefen und mit Blick auf eine mögliche Implementierung in die Landesverwaltung weiterzuentwickeln.“

Die eingereichten Projekte und Ideen wurden zunächst von einer Jury geprüft und schließlich in der Finalrunde von den Finalisten live vorgeführt. Darunter waren zum Beispiel Tools zur Erfassung von Straßenschäden über Informationssysteme für die Stadt- und Kita-Planung, aber auch einige Ideen zur Vereinfachung von Verwaltungsprozessen.

Gewonnen haben schließlich die Hochschule Merseburg und die Stadt Mücheln (Saalekreis) mit einem Gemeinschaftsprojekt, das die Verfügbarkeit und automatisierte Verwendung kommunaler Daten zum Schwerpunkt hat. Genauer gesagt: eine Open-Source-Software für die Stadtplanung in Kommunen.

Auf dem Podest:

1. Platz: Hochschule Merseburg/Stadt Mücheln – Preis: 25.000 Euro
2. Platz: ActiDoo GmbH – Preis: 25.000 Euro
3. Platz: DER SEMINAR – Preis: 25.000 Euro

Der 4. bis 10. Platz erhält jeweils ein Preisgeld von 1.000 Euro.

Die genauen Gewinner und ihre Projekte:

  • 1. Hochschule Merseburg / Stadt Mücheln: K.I.S.S.-Tool – Kommunales Informations-System für Stadtplanung. Ein digitales, automatisiertes Software-System auf Open-Source-Basis für kommunale Entscheidungen in der Stadtplanung.
  • 2. ActiDoo GmbH: Open Source BPMN Workflow Engine zur Vereinfachung und (Teil-) Automatisierung sämtlicher Verwaltungsprozesse und Fachverfahren.
  • 3. DER SEMINAR: #Onlinegeister-Briefing: Die Denkfabrik für Digitalwissen.
  • 4. Innocon Systems GmbH: Digitale Dokumente als intelligentes Papier – „Naper“ (ˈneɪpəʳ – „Nomic Paper“).
  • 5. vialytics GmbH: vialytics steht für Innovation und Revolution im Bereich des Straßenmanagements.
  • 6. Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF: Prozesse und Werkzeuge für die Digitalisierung kulturellen Erbes.
  • 7. Kopka, Sebastian: Pretty Digital & Ready – eine maßgeschneiderte und praxistaugliche Lernplattform für die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts.
  • 8. FQAI UG / Polarith GmbH: redact – das intelligente Tool zum Schwärzen sensibler Daten.
  • 9. Kommune X.0 e.V.: „KI-Assistenz 115“ – intelligente Nutzung der bestehenden interkommunalen Wissensbasis der Behördenrufnummer 115 durch den Einsatz einer neuen Generation von Künstlicher Intelligenz.
  • 10. Manus Konzepte et al.: Einführung der X – Road und Nutzung bestehender und erprobter Synergien.

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