Preisverleihung auf der Smart Country Convention Das sind die Gewinner des Open-Source-Wettbewerbs

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Die Gewinner des Open-Source-Wettbewerbs in der öffentlichen Verwaltung wurden im Rahmen der Smart Country Convention gekürt – ein Projekt gewann sogar doppelt.

Jury und Finalisten des Open Source Wettbewerbs 2025 in den Kategorien „Fachverfahren“, „Interne Verwaltungsanwendungen“ und „Transformation“.(Bild:  © Christian Kruppa)
Jury und Finalisten des Open Source Wettbewerbs 2025 in den Kategorien „Fachverfahren“, „Interne Verwaltungsanwendungen“ und „Transformation“.
(Bild: © Christian Kruppa)

Im März hatte die Open Source Business Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität e.V. (OSBA) zum Wettbewerb um die besten Open-Source-Lösungen für Behörden und öffentliche Institutionen aufgerufen. Als ideeller Träger begleitete das Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) die Initiative; finanziell und organisatorisch unterstützten Capgemini und SUSE. Im September übernahm der Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Dr. Karsten Wildberger, die Schirmherrschaft.

Bis zum Ende der Bewerbungsfrist gingen 42 Beiträge ein, aus denen die Fachjury neun Finalisten auswählte.

Der Fachjury gehörten an:

  • Katja Wilken, Präsidentin des Bundesverwaltungsamtes,
  • Martin Schallbruch, Vorstandsvorsitzender der govdigital eG,
  • Peter H. Ganten, Vorstandsvorsitzender der Open Source Business Alliance,
  • Leonhard Kugler, Leiter der ZenDiS-Plattform openCode,
  • Holger Pfister, General Manager DACH bei SUSE,
  • Stefan Zosel, Vice President und Global Cloud Lead Public Sector bei Capgemini, sowie
  • Prof. Dr. Dirk Riehle, Professor für Open-Source-Software an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Am 2. Oktober war es dann so weit: Auf der Smart Country Convention wurden die Gewinner gekürt und die Preise in den Kategorien Fachverfahren, Interne Verwaltungsanwendungen und Transformation verliehen.

Den Preis für Fachverfahren gewann das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz mit seinem Projekt „Zugang zum Recht“, das digitale Klagen, Fluggastrechte und Beratungshilfe sowie eine Digitale Rechtsantragstelle umfasst.

Der Preis für Transformation wurde an Civitas Connect e.V. vergeben. Die urbane Datenplattform CIVITAS/CORE des Vereins ermöglicht es, kommunale Daten aus Verkehrssystemen, Energieversorgung, Umweltüberwachung, Stadtentwicklung und anderen kommunalen Diensten an einem Ort zu bündeln und zu analysieren.

Mit dem Preis für Interne Verwaltungsanwendungen wurden das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und das Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) für den Government Site Builder / GSB 11 ausgezeichnet. Die Open-Source-Lösung, die bereits über 80 Einrichtungen des Bundes für ihre Websites nutzen, bietet u. a. vorkonfigurierte Bausteine und unterstützt bei der Erstellung responsiver, barrierefreier Websites. Dieses Projekt überzeugte nicht nur die Jury, sondern auch die Community und gewann mit 588 von knapp 5.700 abgegebenen Stimmen auch den Community-Preis.

Schleswig-Holstein wurde für die konsequente Implementierung von Open-Source-Strategien auf Landesebene mit einem Sonderpreis für Strategie & Leadership geehrt.

Open Source sei nicht nur für die öffentliche Verwaltung der Schlüssel zu Transparenz, Sicherheit und digitaler Souveränität. Die eingereichten Projekte hätten gezeigt, „welche überragenden technischen Lösungen damit möglich sind und wie viel Potenzial durch die erst mit Open Source mögliche gemeinschaftliche Innovation freigesetzt werden kann“, resümierte Peter H. Ganten, Vorstandsvorsitzender der OSBA. Deshalb werde die OSBA den Open-Source-Wettbewerb auch im kommenden Jahr fortführen.

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