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Bundesarchiv: Vergangenheit mit Zukunft

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Auf diese Architektur kann das Bundesarchiv bauen

Der modulare Aufbau der neuen Lösung stellt eine langfristige Nutzung elektronischer Dokumente sicher, die weitgehend unabhängig von Änderungen in der jeweiligen Hard- und Software-Landschaft ist.

Müssen aufgrund technologischer Entwicklungen oder einer veränderten Marktsituation einzelne Hardware-Komponenten ausgetauscht werden, beeinträchtigt dies nicht das System in seiner Gesamtheit. Dies gilt ebenso, wenn Software-Updates oder neue Releases eingespielt werden.

Die Praxis, dass Bundesbehörden ihre digitalen Unterlagen dem Bundesarchiv zur dauerhaften Aufbewahrung übergeben, hat gerade erst begonnen.

Um in Zukunft regelmäßig aus verschiedenen Quellen elektronische Akten in hohem Umfang übernehmen zu können, ist das System von Grund auf so angelegt, dass es eine hohe Skalierbarkeit bietet – sowohl in Bezug auf die Datenmengen als auch auf die Einbindung weiterer Behörden. So kamen beispielsweise bereits Ende 2008 elektronische Dokumente aus der Bundeswehr hinzu.

Zukunft inklusive

Das Projekt „Digitales Archiv“ befindet sich derzeit in der Pilotphase. Bis 2010 wird die Behörde in Zusammenarbeit mit HP und SER das System stufenweise erweitern. So ist zum Beispiel eine Anbindung des Recherchesystems BASYS des Bundesarchivs geplant.

Außerdem soll der Funktionsumfang erweitert werden. Künftig möchte das Bundesarchiv auch weitere Datentypen integrieren, dazu gehören Daten aus Fachverfahren (Datenbanken), Geo- und Videodaten sowie selten genutzte Grafikformate.

Mit dem Digitalen Archiv macht das Bundesarchiv Vergangenheit auch in Zukunft greifbar. Von der Pionierarbeit können künftig auch andere Archive auf dem Weg in eine papierlose Welt profitieren. Denn das zugrunde liegende Konzept lässt sich einfach an spezifische Anforderungen anderer Archive anpassen.

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