Cloud Computing BSI und Schwarz Digits arbeiten zusammen

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Gemeinsam souveräne Cloud-Lösungen für die Bundesverwaltung entwickeln – das ist das Ziel der strategischen Kooperation zwischen dem BSI und dem deutschen Cloud-Provider STACKIT (Schwarz Digits).

Claudia Plattner, Präsidentin des BSI(©  BMI/Henning Schacht)
Claudia Plattner, Präsidentin des BSI
(© BMI/Henning Schacht)

Der Einsatz von Cloud-Lösungen ist auch im öffentlichen Sektor unumgänglich, muss jedoch hinsichtlich des Datenschutzes strengere Kriterien erfüllen. Um die damit verbundenen Risiken sowie den aktuellen geopolitischen Umwälzungen Rechnung zu tragen, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Cloud-Strategie entwickelt, in der zum einen die Stärkung einer nationalen und europäischen Cloud-Strategie festgelegt ist, zum anderen eine Analyse der Public Clouds der Hyperscaler vorgesehen ist.

Um die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern, müssen wir mit technologischen Innovationen
Schritt halten.

Claudia Plattner

Dazu hat das BSI verschiedene Kooperationen vereinbart, beispielsweise mit SAP, Oracle und Google Cloud. Zudem ist neben einer Partnerschaft mit STACKIT auch eine Zusammenarbeit mit Amazon Web Services geplant. Im Rahmen dieser Kooperationen führt das BSI nach eigenen Angaben Risiko- und Bedrohungsanalysen durch, um davon technische und strukturelle Sicherheitsanforderungen und -maßnahmen abzuleiten, die standortunabhängig für alle Cloud-Provider gelten sollen. Um Vergabe- oder Implementierungsentscheidungen geht es hierbei explizit nicht. „Die Schließung von Kooperationsvereinbarungen impliziert ausdrücklich keine Bevorzugung oder Empfehlung bestimmter Anbieter oder Lösungen“, betont das BSI.

„Um die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern, müssen wir mit technologischen Innovationen Schritt halten“, kommentiert BSI-Präsidentin Claudia Plattner. „Um eine wirksame Absicherung kritischer Systeme in Deutschland und Europa zu ermöglichen, ist deren Kontrolle durch nationale und europäische Akteure von entscheidender Bedeutung.“ Um digitale Produkte und Services unabhängig von äußeren Einflüssen, politischen Interessen und (geo)politischen Szenarien sicher nutzbar zu machen, komme es darauf an, sie „so technisch zu härten, dass ihre sichere, kontrollierte Nutzung unter allen Umständen gewährleistet ist“. Die Anforderungen des BSI sollen dabei Orientierung bei den strategischen und operativen Entscheidungen des Bundes geben. „Die Anforderungen des BSI haben aber auch unmittelbaren Einfluss auf die Entwicklung von Angeboten: Ihre Umsetzung fordern wir bei den Herstellern ein. Mit STACKIT von Schwarz Digits haben wir einen Kooperationspartner an unserer Seite, der das Thema Souveränität schon lange erfolgreich und zuverlässig adressiert", erläutert Plattner.

Unter Würdigung der aktuellen geopolitischen Entwicklungen möchten wir als BSI zur Versachlichung der Debatte beitragen.

Thomas Caspers

BSI-Vizepräsident Thomas Caspers ergänzt: „Die Digitalisierung der Verwaltung ist kritisch für die Handlungsfähigkeit des Staates, sie muss daher ein Erfolg werden. Dabei ist es essentiell, die Digitalisierung auch zu beherrschen; die Kontrolle über einen selbstbestimmten Betrieb ist daher Teil eines sicheren Einsatzes moderner digitaler Produkte wie Cloud Services. Diese Kontrolle muss zu jeder Zeit in den Händen nationaler und europäischer Akteure liegen und insbesondere bei neuralgischen Aspekten wie Verschlüsselung, Key Management sowie der Zugriffskontrolle bestehen.“ Das BSI wolle zur Versachlichung der Debatte beitragen. „Dabei ist es geboten, Technologien und Zusammenhänge in der Tiefe zu verstehen, um substanzielle und fundierte Bewertungen durchführen zu können. Kooperationsvereinbarungen sind die Basis, auf der uns die dafür notwendigen Informationen bereitgestellt werden können.“

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