BärGPT

Berlins Weg zur KI-­gestützten Verwaltung

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Höchste Standards für sensible Daten

Für eine Verwaltung, die täglich mit sensiblen personenbezogenen Daten und vertraulichen Informationen umgeht, sind Datenschutz und Sicherheit nicht verhandelbar. BärGPT wurde von Anfang an mit einem umfassenden Privacy-by-Design-Ansatz entwickelt. Eine ausführliche Datenschutz-Folgenabschätzung begleitete den gesamten Entwicklungsprozess und identifizierte potenzielle Risiken, die durch technische und organisa­torische Maßnahmen adressiert ­wurden.

Ein zentrales Versprechen des Systems ist, dass personenbezogene wie sensible Daten, die in BärGPT eingegeben werden, nicht in die Trainingsdaten des KI-Modells einfließen. Im Gegensatz zu vielen kommerziellen KI-Diensten, bei denen Nutzereingaben zur Verbesserung des Modells verwendet werden können, werden die Eingaben bei BärGPT in einer geschützten Umgebung verarbeitet und nicht über die Sitzung hinaus dauerhaft gespeichert. Dies gewährleistet die Vertraulichkeit auch bei der Bearbeitung hochsensibler Vorgänge.

Die gesamte Infrastruktur wird in deutschen Rechenzentren betrieben und erfüllt die Anforderungen des BSI-C5-Standards – dem Cloud-Computing-Compliance-Controls-Katalog des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Datenübertragung und -speicherung erfolgen verschlüsselt. Parallel zur technischen Implementierung wurde auch das Berliner eGovernment-Gesetz angepasst, um die erforderliche Rechtsgrundlage für den Einsatz von KI-Systemen in der Verwaltung zu schaffen. Diese rechtliche Flankierung unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der Berlin das Thema angeht, und schafft Rechtssicherheit für alle Beteiligten.

Nach wenigen Tagen zählte das System bereits über 4.000 aktive Nutzerinnen und Nutzer. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die Nutzung entwickelt und welche konkreten messbaren Effizienzgewinne erzielt werden können. Das CityLAB plant, die Erfahrungen systematisch auszuwerten und BärGPT auf Basis des Nutzerfeedbacks kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Die Zukunft der Verwaltung wird digital sein – und sie wird KI-­gestützt sein. Projekte wie ­BärGPT zeigen, dass dieser Wandel nicht zu Lasten von Datenschutz, Transparenz und öffentlicher Kontrolle gehen muss. Im Gegenteil: Richtig eingesetzt kann KI zu einer leistungsfähigeren, bürgernaheren und resilienteren öffentlichen Verwaltung beitragen.

Berlin hat mit BärGPT einen wichtigen Schritt in diese Richtung unternommen und damit auch eine Blaupause für andere geschaffen. Der Bär ist los und er könnte der Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland neuen Schwung ­verleihen.

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