Berlins Open-Source-Strategie: „Ein Langstreckenlauf, kein Sprint“
Berlin geht 70 statt 100 Prozent

Von Serina Sonsalla 8 min Lesedauer

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Berlin will unabhängiger von proprietären Software-Anbietern werden, die Kontrolle über eigene Daten gewinnen und Lizenzkosten senken. Im Interview erklärt Florian Ebel, Referatsleiter für Digitalstrategien, wie Berlin mit seiner Open-Source-Strategie digital souverän werden will und warum 70 Prozent Open Source das richtige Ziel sind.

Florian Ebel ist Referatsleiter für Digitalstrategien und -management in der Berliner Verwaltung. (Bild:  © Privat)
Florian Ebel ist Referatsleiter für Digitalstrategien und -management in der Berliner Verwaltung.
(Bild: © Privat)

Wie sieht der Status quo zum Thema proprietärer Software in den Berliner Verwaltungen aus?

Ebel: Proprietäre Software ist quasi der Standard, dabei ist die Berliner Verwaltung kein Einzelfall. Das geht von Microsoft Windows über Office-Anwendungen bis hin zu Fachverfahren, mit denen die Verwaltung arbeitet – beispielsweise für die Bearbeitung von Wohngeldanträgen oder Meldeauskünften.
Open Source ist für uns kein neues Thema. Die Berliner Verwaltung hat in den vergangenen zwei Jahren 23 Open-Source-Beschaffungen gemacht. Das ist immer noch ein relativ geringer prozentualer Anteil, aber die Bereitschaft zur Auseinandersetzung steigt. Da Souveränität jetzt auch ein politisches Thema ist, kommt Bewegung in die Sache. Man merkt zudem, dass proprietäre Softwareanbieter, ihre Marktmacht manchmal auch ausnutzen und beispielsweise Konditionen bestimmen.

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