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Bayern vollzieht einen SAP-Releasewechsel in Rekordzeit

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Strategische Aspekte des Upgrades

Da die bislang im Einsatz befindliche SAP-Version R/3 4.7 bekanntlich mittelfristig auslaufen wird und die Verantwortlichen sich steigenden technischen Ansprüchen, wie beispielsweise der Umsetzung serviceorientierter Ansätze, gegenüber sehen, wurde entschieden, möglichst frühzeitig den Umstieg auf ERP 6.0 zu vollziehen.

Einem sofortigen Umstieg auf ERP 6.0 schien zunächst das bereits angelaufene Projekt VIVA-PRO im Wege zu stehen und ein Upgrade somit erst 2011 möglich zu sein. Jedoch wäre ein derart später Umstieg aus folgenden Gründen wenig attraktiv gewesen:

  • Gesetzliche Änderungen werden durch SAP künftig vorrangig in ERP 6.0 umgesetzt.
  • SAP R/3 wird nicht mehr weiterentwickelt.
  • Für SAP/R3 fallen ab 2009 erhöhte Wartungsgebühren an.
  • Verlust der Vorreiter- und Führungsrolle Bayerns im Bereich SAP-HR.

Hinzu kommt, dass VIVA nach Abschluss von VIVA-PRO komplexer und der Upgrade somit aufwendiger sein würde.

In Anbetracht dieser schwer wiegenden Nachteile wurde entschieden, den Releasewechsel bereits 2008 durchzuführen, was somit auch zu einer spürbaren Beeinträchtigung des Projekts VIVA-PRO führen würde. Der Releasewechsel sollte sich dabei zunächst auf einen reinen technischen Upgrade beschränken.

Massentest vor dem ersten Zahltag

Nach der Entscheidung für einen Releasewechsel im Jahr 2008 wurde die für den Upgrade benötigte Beraterleistung durch das Landesamt für Finanzen ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielten Ende 2007 die Beratungsunternehmen Accenture und T-Systems. Accenture, das den größten Teil des Upgrades übernommen hat, war für den IT-Bereich des Landesamts für Finanzen ein völlig neuer Partner. Dementsprechend war damit zu rechnen, dass die Berater zunächst in das System und die organisatorischen Abläufe des Landesamts eingearbeitet werden mussten.

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