Förderprogramm für kleine und mittlere Kommunen Baden-Württemberg stellt 400.000 Euro für virtuelles Amt bereit

Von Johannes Kapfer 1 min Lesedauer

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Das Innenministerium in Stuttgart unterstützt Kommunen beim Aufbau digitaler Bürgerservices. Mit dem Programm „Digital aufs Amt“ können Verwaltungen noch bis Mitte Dezember Förderanträge stellen. Ziel ist es, dass Bürgerinnen und Bürger künftig – standortunabhängig und rund um die Uhr – Meldebescheinigungen oder Führerscheinanträge online erledigen können.

Baden-Württemberg versucht mit Nachdruck die Digitalisierung im „Länd“ voranzutreiben. Für den Bereich des virtuellen Amtes wurde nun ein mittlerer sechsstelliger Betrag bereitgestellt.(Bild: ©  Jens Hilberger - stock.adobe.com)
Baden-Württemberg versucht mit Nachdruck die Digitalisierung im „Länd“ voranzutreiben. Für den Bereich des virtuellen Amtes wurde nun ein mittlerer sechsstelliger Betrag bereitgestellt.
(Bild: © Jens Hilberger - stock.adobe.com)

Baden-Württemberg treibt die Digitalisierung seiner Kommunalverwaltungen voran. Das Innen- und Digitalisierungsministerium hat ein Förderprogramm aufgelegt, welches Städten und Gemeinden beim Aufbau digitaler Bürgerservices unter die Arme greifen soll. Insgesamt werden 400.000 Euro dafür bereitgestellt, den Weg zum virtuellen Amt zu ebnen. Das Programm richtet sich vor allem an kleinere und mittlere Kommunen, die oft nicht über die personellen und technischen Ressourcen verfügen, um die digitale Transformation aus eigener Kraft zu stemmen. Interessierte Verwaltungen können sich noch bis zum 15. Dezember 2025 um Fördermittel bewerben. Die Umsetzung selbst erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Digitalakademie@bw, die die fachliche Begleitung sowie das technsiche Know-how bereitstellen wird.

Im Kern geht es darum, Verwaltungsleistungen für Bürger und Unternehmen online verfügbar zu machen. Meldebescheinigungen, Führerscheinanträge oder Terminbuchungen sollen künftig bequem vom heimischen Rechner oder unterwegs per Smartphone erledigt werden können. Der Gang zum Amt wird damit zunehmend optional, Öffnungszeiten und räumliche Distanzen verlieren an Bedeutung.

Das Programm „Digital aufs Amt“ fügt sich in eine breitere Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg ein. Bereits etabliert sind etwa die kommunalen Digitallotsen, die als Multiplikatoren in den Verwaltungen wirken und Digitalprojekte vorantreiben. Die Landesregierung verfolgt mit der Initiative ein klares Ziel. Sie will den Zugang zur digitalen Verwaltung flächendeckend verbessern. Gerade in ländlichen Regionen, wo Behördenwege oft mit längeren Anfahrten verbunden sind, verspricht das virtuelle Amt echte Mehrwerte. Gleichzeitig werden die Verwaltungen selbst durch die Digitalisierung entlastet, indem Routineprozesse automatisiert werden und somit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Zeit für komplexere Aufgaben zur Verfügung steht.

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