Studie Zwischen Digital-Enthusiasmus und Daten-Skepsis

Von Chiara Maurer 3 min Lesedauer

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Aktuelle Zahlen belegen: Die Mehrheit der Deutschen ist bereit für die Digitalisierung. Zumindest ist der Wunsch danach groß. Es bleibt jedoch die Unsicherheit darüber, was mit den eigenen Daten passiert.

Ist die Angst der Bürger vor dem Missbrauch ihrer Daten ein Hemmfaktor für die Digitalisierung?(©  Hailshadow – Getty Images via Canva.com)
Ist die Angst der Bürger vor dem Missbrauch ihrer Daten ein Hemmfaktor für die Digitalisierung?
(© Hailshadow – Getty Images via Canva.com)

Sonnenschutz, Insektenschutz ... Datenschutz? Wer sich absichern möchte, der schützt sich, jedoch geht das nur dann, wenn man auch weiß, wie man das am besten macht. Gerade dann, wenn man Verantwortung abgibt oder überträgt, sollte es deswegen selbstverständlich sein, darüber informiert zu sein, wie damit umgegangen wird.

Im Hinblick auf diese Tatsache schockieren die Zahlen einer Studie von YouGov im Auftrag von VMware, an der auch der VMware-Partner Plusserver beteiligt war. Demnach weiß mehr als die Hälfte der Deutschen wenig bis gar nichts über Maßnahmen zum Schutz ihrer persönlichen Daten.

Das tut dem Wunsch nach Digitalisierung jedoch keinen Abbruch, denn mindestens 80 Prozent der Befragten wollen, dass Institutionen wie öffentliche Verwaltungen, Finanzbehörden und Krankenhäuser stärker digitalisiert werden – und würden auch dazu beitragen. So geben 88 Prozent an, dass sie offen dafür wären, eine elektronische Patientenakte zu nutzen und darin ihre personenbezogenen Daten anzugeben. 82 Prozent würden ihre Steuererklärungen mit einem Online-Tool machen und ihre Daten damit in digitaler Form an Finanzbehörden weitergeben. Und 80 Prozent sind für die Nutzung ihrer Daten im öffentlichen Verkehr, wenn Staus dadurch reduziert werden können.

Nicht nennenswert, dass sie ihre Daten dabei jedoch stets umfangreich geschützt wissen wollen – und das am liebsten lokal, also in Verwaltungen und öffentlichen Institutionen, die für sie greifbar sind. Erklären lässt sich das damit, dass 38 Prozent der Befragten jederzeit Zugriff auf und Kontrolle über ihre Daten haben möchten.

Das Problem an dem Digitalisierungs-Vorhaben: 87 Prozent der Befragten äußern auch Zweifel daran, dass ihre Daten, zum Beispiel in Finanzbehörden, ausreichend geschützt sind. 32 Prozent möchten ihre personenbezogenen Daten sogar weiterhin in Papierform aufbewahrt haben. Deshalb bedarf es einer Lösung, die allen gültigen, rechtlichen Anforderungen entspricht.

Manuel Ohnacker, Chief Sales Officer bei Plusserver, dazu: „Die vorliegende Studie von VMware verdeutlicht die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich ihrer Daten und sollte gleichzeitig als Weckruf für öffentliche Institutionen verstanden werden, hier Klarheit über verwendete Technologien zu schaffen. Der Einsatz souveräner Clouds adressiert eine Vielzahl der Bedenken, etwa mit Blick auf den Datenschutz sowie die Datenkontrolle. Eine rasche Einführung ist daher dringend geboten, um das Vertrauen in der Bevölkerung zurückzugewinnen und gleichzeitig die Digitalisierung weiter voranzutreiben.“ Der Sovereign-Cloud-Ansatz stellt Cloud-Dienste bereit, durch die keine Anbieterabhängigkeiten entstehen. So kann jede Funktionalität, jederzeit genutzt werden und dabei bleiben die Daten und ihre Nutzbarkeit stets beim Nutzer selbst. Auch ein administrativer Zugriff von außen ist nicht möglich.

Und auch André Schulz, Strategic Account Director Government bei VMware Deutschland, erklärt: „Die Studienergebnisse sind ein überwältigender Vertrauensbeweis in die Öffentliche Verwaltung. Die großen öffentlichen IT-Dienstleister in Bund und Ländern sind bereits heute ein sicherer Hort für die Daten der Bürger. Mit sicheren Netzzugängen, Zertifizierungen durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), enormen Investitionen in die IT-Sicherheitsarchitektur und vielen weiteren Maßnahmen, schützen diese Behörden die Daten der Bürger auf höchstem Niveau. Dass dieses hohe Maß an Datensicherheit den meisten Bürgern nicht bewusst ist, sollte Ansporn sein, hier für mehr Transparenz und öffentliche Wahrnehmung zu sorgen“.

Weiter ordnet er das Potenzial souveräner Clouds vor dem Hintergrund der Studie ein: „Die souveränen Clouds für die Öffentliche Verwaltung ergänzen dann das breite Dienstleistungsangebot der öffentlichen IT-Dienstleister und beschleunigen die Digitalisierung der Verwaltung, die heute durch nachhaltiges Fehlen von Fachpersonal geprägt ist. Im Zusammenspiel sicherer und leistungsfähiger öffentlicher IT-Dienstleister mit privaten Sovereign-Cloud-Anbietern liegt der Schlüssel für eine erfolgreiche Digitalisierung der Öffentlichen Verwaltung.“

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