Treptow-Köpenick Zukunftsfähiges IT-Netzwerk für Bürgerzentrum

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Historischer Charme trifft auf moderne IT und Sicherheit: Der Umbau des Rathauses Köpenick erfordert präzise Planung, große Sorgfalt bei der Umsetzung und adäquate Lösungen. Nur so können Bürger und Verwaltung das denkmalgeschützte Wahrzeichen im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick künftig zeitgemäß nutzen.

Die Außenansicht des Rathauses Köpenick-Treptow.(©  B.I.N.S.S. GmbH)
Die Außenansicht des Rathauses Köpenick-Treptow.
(© B.I.N.S.S. GmbH)

Das in die Jahre gekommene Rathaus Köpenick konnte Bürgern und Verwaltung schon seit längerem nicht mehr den Standard bieten, den ein moderner Berliner Bezirk benötigt. Angesichts der nötigen umfassenden Sanierung war es auch notwendig, die begrenzten Arbeitsplatzanschlüsse zu erweitern und die Performance der IT-Infrastruktur zu erhöhen. Nach einer bundesweiten Ausschreibung erhielt eine Berliner Firma den Zuschlag, die passive Netzwerkinfrastruktur grundlegend zu erneuern und die Basis für eine digitale Verwaltung zu schaffen.

In Kooperation mit dem Bielefelder Netzwerkspezialisten EFB-Elektronik wurde ein Plan erstellt, der die historische Bausubstanz möglichst erhält – ohne dabei jedoch Abstriche in Sachen Performance oder gar Sicherheit hinnehmen zu müssen. Die Fokussierung auf diese Gesichtspunkte hatte für die Köpenicker Entscheider zudem auch recht simple Gründe. Sie hoffen, dass die nächste Modernisierungsmaßnahme erst wieder in einigen Jahrzehnten anfällt.

Von zahlreichen Arbeitsplatzanschlüssen, die flexibleres Arbeiten in den Räumen ermöglichen, bis hin zur verbesserten Leistungsfähigkeit der Gebäudeinfrastruktur sind damit zukünftig alle Möglichkeiten für eine moderne Bezirksverwaltung gegeben.

Moderne Ergebnisse trotz Denkmalschutz

„Bei einem denkmalgeschützten Gebäude müssen alle beteiligten Partner eng miteinander kommunizieren und jeden Schritt genau dokumentieren“, sagt André Zander, Einkaufsleiter der B.I.N.S.S. GmbH – also aus dem Berliner Unternehmen, das die Ausschreibung gewonnen hatte. Ein wesentlich höherer Planungsaufwand als bei anderen Projekten sei erforderlich gewesen. Schließlich erschwere der neugotische Stil des 1905 fertiggestellten Gebäudes die Baubedingungen signifikant. Besonders enge Winkel oder harte Wände, deren Statik fraglich war, waren nur einige der zusätzlichen Faktoren, die berücksichtigt werden mussten. Ein bedachtes Vorgehen war zudem essenziell, um die strengen Vorgaben des Denkmalschutzes einzuhalten und das Rathaus in seiner Struktur nicht zu gefährden.

Darüber hinaus führt Zander aus, dass die Montage der Komponenten, zum Beispiel der Keystone-Module, intuitiv und leicht von der Hand ging. Dies habe den Installationsprozess vereinfacht und die Flexibilität der Netzwerkgestaltung – gerade bei reduziertem Platzangebot – deutlich erhöht. Jens Piskurek, Gebietsvertriebsleiter bei EFB-Elektronik, ergänzt, dass das Thema Voraussicht eine deutlich prominentere Rolle als bei jüngeren Gebäuden eingenommen hatte. Korrekturen oder Nachbauten seien in Objekten wie dem Rathaus Köpenick deutlich aufwendiger zu realisieren als in Neubauten.

Laut Plan soll der Umbau im Herbst 2024 abgeschlossen sein. Der Wiedereinzug der Verwaltung ist für Anfang 2025 geplant. Die Bürgerinnen und Bürger sowie die Verwaltung können sich alsdann über ein kernsaniertes Rathaus mit fortschrittlicher und flexibler IT freuen. Bislang wurden über 112 Kilometer an Kabeln in die historische Bausubstanz eingezogen. Das neue On-Premises-Rechenzentrum besteht aus 27 Serverschränken und soll zukünftig für einen reibungslosen Bürobetrieb der Kommunalverwaltung in Köpenick-Treptow sorgen.

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