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Viele Fragen sind zu beantworten
Bei der Beschäftigung mit dem geplanten Bundesmelderegister sind zahlreiche Kriterien zu betrachten und zu koordinieren: Dazu gehören rechtliche Fragen, institutionelle Positionen, systematische Strukturen, Aufgaben beteiligter Organisationen und technische Facetten. Die daraus resultierenden Ideen, Forderungen und Lösungsansätze sind vielfältig, überlappend und manchmal widersprüchlich. IBM hat mit SAP ein Modell entwickelt, dass eine integrierte und modulare Sicht auf das Gesamtthema liefert. Die dabei verwendete, von IBM entwickelte Methode des Component Business Model (CBM) erlaubt es, zahlreiche Fragen zu beantworten, unter anderem im Hinblick auf die strategischen Ziele, die Gliederung des damit verbundenen Wertschöpfungsprozesse und der darin zu erfüllenden Aufgaben (Services). Der Ansatz unterteilt die Überlegungen nach Ebenen in „Strategie“, „Steuerung“ und „Operativen Betrieb“.
Mit dem CBM können weiterführende Fragestellungen beantwortet werden, die sich auf Prozessoptimierungen, Mitarbeiterentwicklungen, Kundenfokussierung und IT-Unterstützung beziehen. Mit geringem Aufwand hilft es, die strategischen Visionen zu visualisieren und in die operative Umsetzungen einfließen zu lassen. Eine Anwendung empfiehlt sich im Vorfeld von Prozessanalysen, Reengineering-Projekten, IT-Initiativen und anderen strategischen Neuausrichtungen.
Der Wertschöpfungsprozess eines Bundesmelderegisters lässt sich nach dem Datenfluss gliedern in Datengewinnung, Datenanreicherung und Qualitätssicherung, Datenauswertung und Statistik sowie Informationsverteilung:
- Datengewinnung: Zu bearbeiten sind Fragen der Gestaltung, der sicheren, operativen Ausführung des Datenübernahmeprozesses einschließlich seiner laufenden Überwachung und Fehlerbehebung.
- Datenanreicherung und Datenqualitätssicherung: Zuvor angesprochene Aspekte der Verknüpfung konsistenter und korrekter melderechtlicher Daten mit ergänzenden, möglicherweise sicherheitsrelevanten Informationen werden hier gebündelt geplant, gesteuert und – einschließlich ihrer Historie – bearbeitet und verwaltet. Ergänzend können hier Ergebnisse von Mikrozensuserhebungen integriert werden.
- Datenauswertung und Statistik: Services eines zentralen Bundesmelderegisters für Verwaltungen, Unternehmen oder Privatpersonen werden hier erbracht. Fragen der angesprochenen Zielgruppen, der inhaltlichen Ausformung, die damit einhergehende Preisgestaltung und natürlich auch die eigentliche Leistungserbringung unter definierten Service Levels sind zu klären. Das Bedürfnis nach Schutz der Privatsphäre kann hierbei durch entsprechende Sperrvermerke berücksichtigt werden. Außerdem bietet es sich in dem hier unterstellten umfassenden Ansatz eines Identity Management auf Grundlage des Bundesmelderegisters an, die Administration von Rollen und Berechtigungen in eine eGovernment-Architektur zu integrieren.
- Informationsverteilung. Die Informationsverteilung behandelt alle Aufgaben die mit der Herausgabe von Informationen verknüpft sind. Dies betrifft neben den bereits angesprochenen Berechtigungen die Handhabung regelmäßiger, standardisierter Abfragen, Beglaubigungen und Zertifizierungen. Außerdem werden individuelle Abfragen über Web Services ermöglicht.
Ergänzend hierzu enthält das CBM folgende Komponenten:
- Rechtsentwicklung und Governance: Zahlreiche rechtliche Fragen sind derzeit ungeklärt, konkrete Rechtsänderungen sind bereits absehbar oder gar in Vorbereitung. Das Bundesmelderegister ist ein lebendes System, das Änderungen unterworfen sein wird. Es gilt, diesen Prozess der Entwicklung des Rechtsraumes gedanklich im Sinne eines Systems kommunizierender Röhren einzubeziehen. Programmatische Entwicklungen künftiger Versionen ergeben sich dann folgerichtig aus der Rechtsentwicklung. Der Prozess der Umsetzung muss gesteuert werden. Die Governance hat hier neben der fachlichen Umsetzung auch die angemessene Beteiligung etwa der politischen Partner zu gewährleisten.
- Verwaltungsservices: Abgerundet wird der integrale Ansatz für ein künftiges Bundesmelderegister durch die gebündelte Aufnahme wichtiger Aufgaben des laufenden Betriebs, der damit verbundenen Prozesse, Regelwerke und IT-Lösungskomponenten.?
IBM verfügt über konkrete Erfahrungen aus zahlreichen Projekten zur Konzeption und Einführung von Registerlösungen. Neben skizzierten fachlichen Komponenten hat sich herausgestellt, dass die Realisierung besondere Anforderungen an die Performanz der Lösung angesichts der geforderten Sicherheitskriterien stellt. Bei der Planung der Entwicklungsstufen ist eine Synthese aus rechtlichen Entwicklungen, fachlicher Ausprägung und technischer Machbarkeit anzustreben.
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