GenAI Wie steht es um KI-Strategien im Public Sector?

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Wie weit ist der öffentliche Sektor bei der Einführung und Nutzung von generativer Künstlicher Intelligenz, kurz GenAI? Damit befasst sich eine aktuelle Studie von SAS.

Der öffentliche Sektor hinkt bei der GenAI-Adaption zwar hinterher, die Einführung nimmt aber langsam Fahrt auf.(Bild:  SAS Institute)
Der öffentliche Sektor hinkt bei der GenAI-Adaption zwar hinterher, die Einführung nimmt aber langsam Fahrt auf.
(Bild: SAS Institute)

Der öffentliche Sektor hinkt bei der GenAI-Adaption zwar hinterher, die Einführung nimmt aber langsam Fahrt auf.(Bild:  SAS Institute)
Der öffentliche Sektor hinkt bei der GenAI-Adaption zwar hinterher, die Einführung nimmt aber langsam Fahrt auf.
(Bild: SAS Institute)

In der Studie „Your journey to a GenAI future: strategic path to success for government“ untersucht SAS die Nutzung von generativer KI (GenAI) im öffentlichen Sektor. Die Zahlen sind dabei im Zuge einer größer angelegten Untersuchung unter 1.600 Unternehmen und Organisationen weltweit entnommen. Die Antworten der 237 Führungskräfte aus dem öffentlichen Sektor zeigen demnach, dass Regierungsorganisationen bei der Einführung von GenAI etwas hinter anderen Sektoren zurückliegen.

Laut der Studie nutzen gut 44 Prozent der befragten Regierungsorganisationen bereits GenAI, verglichen mit brachenübergreifend 54 Prozent. Weitere 45 Prozent planen, die Technologie in Zukunft einzusetzen, neun Prozent hegen keine entsprechenden Pläne. Die Zurückhaltung spiegelt sich auch in der Vorbereitung wider: Nur etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Regierungsorganisationen verfügen über eine Richtlinie zur Nutzung von GenAI am Arbeitsplatz, im Vergleich zu 61 Prozent in allen Sektoren.

Die größten Bedenken im öffentlichen Sektor betreffen Datenschutz (78 Prozent), Datensicherheit (77 Prozent) und Governance (62 Prozent). Dabei sehen sich Regierungsorganisationen mit spezifischen Herausforderungen konfrontiert. Knapp die Hälfte der Regierungsorganisationen befürchtet kulturelle Widerstände gegen den Einsatz von KI. Mit Blick auf potenzielle Hemmschuhe gaben 55 Prozent der Führungskräfte an, dass die effektive Nutzung öffentlicher und proprietärer Datensätze problematisch sei. Zudem berichtet die Hälfte von Schwierigkeiten, generative KI von der konzeptionellen in die praktische Anwendung zu überführen.

Trotz der Herausforderungen zeigen sich Entscheidungsträger im öffentlichen Sektor optimistisch hinsichtlich der Vorteile von GenAI. Sechs von zehn glauben, dass die Technologie Innovationen vorantreiben wird, und 54 Prozent erwarten erhebliche Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen. Organisationen, die GenAI bereits implementiert haben, berichten von Verbesserungen in verschiedenen Bereichen, darunter im Bereich der Mitarbeiterzufriedenheit, und von Kosteneinsparungen im operativen Bereich.

Insgesamt zeigt die Untersuchung, dass der öffentliche Sektor zwar vorsichtig, aber zunehmend die Potenziale von GenAI erkennt und nutzt. Die Studie empfiehlt Regierungsorganisationen, klare GenAI-Richtlinien zu etablieren, Mitarbeiter zu schulen und eine robuste Data Governance zu implementieren. Zudem schlagen die Autoren vor, den Einsatz synthetischer Daten zu prüfen, um unvollständige Datensätze zu ergänzen oder personenbezogene Informationen zu maskieren.

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