Definition Was ist Ransomware?

Von andi_dd 2 min Lesedauer

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Vor allem Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sehen sich mit einer wachsenden Bedrohung durch Ransomware konfrontiert. Cyberkriminelle legen komplette IT-Systeme lahm und erpressen Geld.

Ransomware: Erpressungstrojaner mit großem Schadenspotenzial(Bild:  aga7ta – stock.adobe.com)
Ransomware: Erpressungstrojaner mit großem Schadenspotenzial
(Bild: aga7ta – stock.adobe.com)

Ransomware gehört im Bereich Cyberkriminalität zu den größten Risiken. Diese Verschlüsselungstrojaner sind weit verbreitet und richten zugleich einen großen Schaden an. Sobald ein einzelnes Gerät oder ein gesamtes IT-System befallen ist, können Nutzer nicht mehr auf Daten und Software zugreifen. In einem Unternehmen bedeutet das eine massive Störung der Betriebsabläufe und eventuell der dauerhafte Verlust von Daten. In vielen Fällen stellen Firmen und Co. erst mit einer Zahlung von Lösegeld ihre Handlungsfähigkeit wieder her - bei den Forderungen der Cyberkriminellen kann es sich um Millionenbeträge handeln. Auf eine andere Weise lassen sich Computer und Systeme im Regelfall nicht entschlüsseln.

So funktioniert Ransomware

Das Prinzip des Erpressungstrojaners basiert auf Trojanern, die sich über das Internet oder über Hardware-Komponenten wie USB-Sticks verbreiten. In den meisten Fällen kursieren sie als Dateianhang von E-Mails. Sobald der Empfänger den jeweiligen Dateianhang öffnet oder abspeichert, installiert sich die Erpressungssoftware auf dem einzelnen Rechner oder dem Server.

Nutzer erfahren rasch, dass sie von diesem Problem betroffen sind. Sie sehen einen Sperrbildschirm und eine Aufforderung, Lösegeld zu zahlen. Die Cyberkriminellen fordern eine bestimmte Summe und bestehen oft darauf, dass die Transaktion in Form von Kryptowährungen erfolgt. So erschweren sie es Polizeibehörden, die Zahlungen nachzuverfolgen.

Nach dem Auftreten des Sperrbildschirms lassen sich PCs und andere Geräte nicht mehr bedienen: Ransomware sorgt für eine vollständige Blockade. Auch Reparaturmaßnahmen von IT-Spezialisten laufen häufig ins Leere. Es bleiben zwei Möglichkeiten:

  • vollständige Neuinstallation,
  • Zahlung des Lösegelds.

Schutzmaßnahmen gegen Verschlüsselungstrojaner

Fast alle erfolgreichen Angriffsversuche mit Ransomware beruhen auf menschlicher Unachtsamkeit und fehlender Sensibilität. Ein Mitarbeiter klickt zum Beispiel einen Datenanhang an, damit löst er einen Trojanerbefall des gesamten IT-Systems aus. Zu den wichtigen Präventivmaßnahmen zählt deshalb eine ausreichende Schulung der Beschäftigten. Darüber hinaus eignen sich folgende Maßnahmen:

  • stetige Aktualisierung des Betriebssystems,
  • Installation einer leistungsstarken Firewall und eines effektiven Virenschutzprogramms,
  • zuverlässige Datensicherung.

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