Drei Unternehmen machen ein Rechenzentrum fit

Speichermonster für das Finanzamt

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Jede Woche wurden zehn neue Systeme installiert

Um allen Anforderungen der Ausschreibung Genüge zu tun, mussten am Storage-Betriebssystem von Open-E durch das Systemhaus Basis noch einige Änderungen vorgenommen werden. So wurden Monitoring- und Alarmfunktionen (Snmp-Support usw.) erweitert und die Integration des von RZF geforderten Lizenzmodells realisiert. In Zusammenarbeit mit dem Hersteller Open-E entstand somit eine OEM-Lösung mit der Bezeichnung „Power Storage Server“, der von Basis speziell im Bereich Öffentlicher Einrichtungen angeboten wird und die Leistungsfähigkeit und Flexibilität von Open-E zeigt.

Eine große Herausforderung stellte bei der Umsetzung die Einbindung der einzelnen Storage-Komponenten dar, die automatisiert in das Inventory des Rechenzentrums eingebunden werden mussten. Hierzu wurden die entsprechenden IP- und MAC-Adressen und alle weiteren Informationen erstellt und an die Partner weitergeleitet, die diese Daten in die Systeme eintrugen und sicherstellten, das die entsprechenden Komponenten auch an die richtigen Dienststellen ausgeliefert und installiert wurden. Gleichzeitig wurden im Rechenzentrum die Zugänge und Anwendungen für die neuen Geräte freigeschaltet.

Der gesamte Rollout von annähernd 150 Systemen erfolgte in nur fünf Wochen und erforderte von den Verantwortlichen ausgeklügelte Strategie. Während eines Monats wurden von drei Installationsteams pro Woche etwa zehn Systeme in den annähernd 200 Dienststellen eingerichtet und in Betrieb genommen.

„Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Partnern lief nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten so reibungslos, dass die Systeme in nur wenigen Wochen in Betrieb gehen konnten“, stellt Andreas Hedderich fest. „Alle Verantwortlichen versahen ihre Aufgaben so professionell, dass von der Erstellung der notwendigen Konfigurationsdateien in unserem Hause bis zur Installation in den Dienststellen keine Verzögerungen auftraten.“

Der Betrieb

Das System ging in der zweiten Dezemberwoche in den Routinebetrieb über und wurde in den folgenden Wochen optimiert und vom technischen Personal der Partner justiert. Für die Sicherung der Daten auf die DTLs wird die Backup-Software HP OpenView StorageData Protector eingesetzt, die sich optimal in die Lösung integrieren ließ. Derzeit werden die Daten zur Archivierung noch auf dezentrale LTO hinter den DTLs gesichert, wobei diese Lösung im Laufe dieses Jahres noch abgeschafft werden soll. Die dezentralen LTOs sollen noch im Laufe dieses Jahres gegen die bereits bestehende Centrix Store VTL (Virtual Tape Library)-Lösung von Fujitsu Siemens ersetzt werden, wobei die Daten der Außenstellen dann zentral im Rechenzentrum archiviert werden. Dies ist vor allem mittels asynchroner Replikation der Daten an den Backupserver in der Zentrale jetzt sehr einfach möglich.

Die bisherigen Erfahrungen im laufenden Betrieb erfüllen laut Angaben des RZF alle Anforderungen. Die anfänglichen Bedenken gegen den Einsatz von Lösungen, die nicht aus einer Hand kommen, wurden voll und ganz zerstreut.

„In diesem Projekt hat sich wieder einmal gezeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen Öffentlichen Einrichtungen und der freien Wirtschaft sehr effizient sein kann und es ebenfalls mit kleineren Partnern möglich ist Projekte dieser Größenordnung zu stemmen“, so Hedderich. Vor allem die kooperative Zusammenarbeit aller Beteiligten ermöglichte die schnelle Realisierung des Projektes, da die Verantwortlichen im Rechenzentrum parallel die Umstellung der Datenbankserver im dezentralen Bereich von HP-UX auf Linux und den Tausch und Integration der neuen Windows-Terminalserverfarmen durchzuführen hatten.

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