Digitale Souveränität in Europa Sopra Steria und SAP kooperieren bei souveränen Cloud-Lösungen

Von Bernhard Lück 1 min Lesedauer

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Sopra Steria und SAP haben eine strategische Partnerschaft zur Stärkung digitaler Souveränität in Europa vereinbart. Im Zentrum steht der Betrieb geschäftskritischer SAP-Systeme unter europäischen Rechts- und Governance-Rahmenbedingungen.

Kräftebündelung für mehr Governance: (v.l.) Joschka Fischer (Außenminister und Vizekanzler a.D.), Martin Merz (President of SAP Sovereign Cloud), Frédéric Munch (CEO Sopra Steria Deutschland und Österreich), Benjamin Haddad (französischer Europaminister), François Delattre (französischer Botschafter in Deutschland).(Bild:  Julian Reith)
Kräftebündelung für mehr Governance: (v.l.) Joschka Fischer (Außenminister und Vizekanzler a.D.), Martin Merz (President of SAP Sovereign Cloud), Frédéric Munch (CEO Sopra Steria Deutschland und Österreich), Benjamin Haddad (französischer Europaminister), François Delattre (französischer Botschafter in Deutschland).
(Bild: Julian Reith)

Hintergrund der Kooperation ist die Tatsache, dass viele europäische Unternehmen und Behörden sicherheitskritische SAP-Systeme nach wie vor außerhalb der Cloud betreiben, so die Partner. Der Hauptgrund dafür sei, dass bisherige Angebote die Anforderungen an Datenhoheit, Compliance und staatliche Kontrolle nicht ausreichend erfüllten. Gleichzeitig gebe es schärfere regulatorische und sicherheitspolitische Rahmenbedingungen – insbesondere für Organisationen aus Verteidigung, Aerospace, öffentlicher Verwaltung und kritischen Infrastrukturen.

SAP Sovereign Cloud als technische Basis

Technische Grundlage der Kooperation ist die SAP Sovereign Cloud, die speziell für Umgebungen mit erhöhten Compliance- und Kontrollauflagen ausgelegt sei. SAP gibt an, insgesamt 20 Milliarden Euro in den Aufbau souveräner Cloud- und KI-Infrastrukturen zu investieren. Sopra Steria soll als Implementierungspartner auftreten – auch in sicherheitsklassifizierten Bereichen, die nur einem eingeschränkten Anbieterkreis zugänglich seien. Neben dem Systembetrieb soll die Partnerschaft auch den Einsatz von KI-Anwendungen ermöglichen – regelkonform und innerhalb eines klar definierten europäischen Rechts- und Zuständigkeitsrahmens.

Hochrangige Unterzeichnung in München

Die Vertragsunterzeichnung fand im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz (13. bis 15. Februar 2026) statt. Als Gäste waren u.a. der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer, der französische Europaminister Benjamin Haddad sowie der französische Botschafter in Deutschland, François Delattre, anwesend. Fischer kommentierte die Partnerschaft als Beleg dafür, dass Europa bei digitaler Infrastruktur „liefern müsse“. Haddad bezeichnete das Abkommen als „wichtigen Meilenstein“ auf dem Weg zu einer souveränen europäischen Cloud-Lösung. Martin Merz, President of SAP Sovereign Cloud, betonte, dass digitale Souveränität in der aktuellen geopolitischen Lage zur Voraussetzung staatlicher und wirtschaftlicher Handlungsfähigkeit geworden sei.

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