eco-Umfrage Skepsis gegenüber KI-Einsatz an Schulen

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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In immer mehr Bundesländern soll generative Künstliche Intelligenz nach den Sommerferien den Schulalltag bereichern. Während die Länder und Bildungseinrichtungen verschiedene Initiativen vorantreiben, hadert die Bevölkerung noch mit der aktuellen Entwicklung.

KI-Initiativen in mehreren Bundesländern zielen insbesondere darauf ab, Lehrkräfte durch den Einsatz von KI zu unterstützen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
KI-Initiativen in mehreren Bundesländern zielen insbesondere darauf ab, Lehrkräfte durch den Einsatz von KI zu unterstützen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Die deutsche Bevölkerung steht dem Einsatz von GenAI, also generativer Künstlicher Intelligenz, an Schulen noch skeptisch gegenüber. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des eco – Verband der Internetwirtschaft e.V., für die das Meinungsforschungsinstitut Civey rund 2.500 Bürgerinnen und Bürgern befragte: 18,3 Prozent der Deutschen bewerten den Einsatz von KI als unterstützendes Werkzeug bei Hausaufgaben und Lernaktivitäten demnach positiv. Sechs von zehn Befragten äußerten sich hingegen negativ.

Alexander Rabe, Geschäftsführer des eco, stellt klar, dass eine Zukunft ohne KI nicht mehr vorstellbar ist. Dementsprechend sei die Integration von KI in den Schulalltag unerlässlich, damit die Kinder IT- und Medienkompetenz entwickelten: „Sie müssen gezielt und sinnhaft an KI-Technologien herangeführt werden, unterstützt von Lehrkräften, die darin ausgebildet sind und sicher in der

Vermittlung stehen.“ Unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen hält Rabe generative KI für „ein wertvolles Werkzeug, um die Bildungsqualität zu steigern und die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft zu sichern.“

Hintergrund für die aktuelle eco-Erhebung war, dass das Bundesland Sachsen seinen Schulen nach den Sommerferien den KI-Assistenten „KAI“ nach und nach zur Verfügung stellen will. Der Assistent soll die Lehrkräfte in ihrer täglichen pädagogischen Arbeit unterstützen. Technisch basiert KAI auf Schnittstellen zu etablierten KI-Dienstleistern. Die davon unabhängige Web-Oberfläche soll einen nutzerfreundlichen Zugang ermöglichen.

Im Sinne des Datenschutzes lassen sich Nutzereingaben nicht einzelnen Personen zuordnen. Lehrkräfte können den Assistenten mit konkreten Anliegen wie der Erstellung von Unterrichtsmaterialien, Tests oder grafischen Gestaltungsideen beauftragen. Die Ergebnisse werden lokal auf Schulservern abgelegt. Auch die Nachbereitung von Unterricht soll dadurch effizienter werden.

Ähnliche Projekte sind in Brandenburg, Berlin und Schleswig-Holstein geplant. Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz haben sich auf verschiedenen Wegen einen Zugang zu Sprachmodellen wie ChatGPT gesichert, während Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bayern erste Pilotprojekte gestartet haben.

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