VS-NfD

Ortsunabhängig? Aber sicher!

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Sichere Dokumente im Angesicht des Patriot Act

Neben der App-Entwicklung tritt Materna Virtual Solution hier vor allem auch in beratender Funktion für Behörden, Kommunen und weitere Akteure der Öffentlichen Hand auf und bietet Handreichungen und Workshops rund um das Thema VSA an. Darin werden unter anderem Informationen vermittelt, wie sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter korrekt zu verhalten haben, sodass sie sich VSA-konform gerieren. Weiterhin werden technische Funktionalitäten, aber auch Limitierungen aufgezeigt und neue Möglichkeiten und Anwendungsbereiche präsentiert. Oder anders ausgedrückt: Sie klären die Entscheider und Anwender gleichermaßen darüber auf, wie sie diesem Wandel, welcher derzeit in vollem Gange ist, begegnen können. Schließlich herrschten vielerorts Ressentiments gegenüber der Verwendung von VSA-Dokumenten außerhalb der behördlichen „vier Wände“. Auch die Nutzung von Apple-Geräten, die in letzter Instanz als amerikanisches Unternehmen dem sogenannten Patriot Act unterliegen, wurde lange kritisch begutachtet. Doch laut Gümüs seien diese Sorgen unbegründet. Auf der Hardwareebene seien die Geräte besonders gehärtet. Darüber hinaus könnten die Nutzerinnen und Nutzer lediglich auf ein bestimmtes Set an Applikationen auf den dienstlichen Smartphones und Tablets zugreifen. Alle diese Anwendungen seien explizit vom BSI geprüft worden und damit für den Umgang mit vertraulichen Materialien zertifiziert. Weiterhin sei sichergestellt, dass keinerlei Daten beispielsweise in die USA abwandern, sondern dass diese mit den entsprechenden Sicherheitsfunktionen auf dem Endgerät an die entsprechenden Infrastrukturen in Deutschland beispielsweise bei den Betreiberhäusern übermittelt werden. Schlussendlich müsse man auch ein gewisses Vertrauen in diese Hardware aufbringen, schiebt Gümüs nach.

Dies sei auch der Punkt, an welchem jedes Betreiberhaus sich die Frage stellen muss, ob man dieses Restrisiko eingehen kann oder ob man die maximale Sicherheitsstufe implementieren möchte. Bei dieser wird der benötigte Krypto-Stack, also die im Hintergrund laufende, auf kryptographischen Prinzipien beruhende Verschlüsselungstechnologie, in Eigenregie betrieben. Im Prinzip sei das die höchste Sicherheitsstufe, bei der keiner dritten Partei Vertrauen geschenkt werde, sondern ausschließlich eigenimplementierte Zertifikate akzeptiert werden.

Bei Einhaltung derartiger Sicherheitsstandards hätten auch die Hersteller keinerlei Möglichkeit, auf die Daten der Nutzer zuzugreifen, betont Gümüs.

Ortsunabhängige Arbeit in der ÖV?

Auch für Verwaltungsfachangestellte könnten diese technischen Neuregelungen zahlreiche Möglichkeiten eröffnen. Unter anderem ist auf diese Art und Weise eine deutlich bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie denkbar. Auch die Arbeit außerhalb der sogenannten Kernarbeitszeit stellt einen zusätzlichen Flexibilitätsfaktor dar. Wenngleich die Technologie rund um indigo und KNS dafür entwickelt wurde, geheimschutzkonform zu sein, schade es nicht, das Intranet der öffentlichen Verwaltung entsprechend zu gestalten. Laut Gümüs sei es „absolut sinnvoll“, dass man diese Technologie nutze, um auch diejenigen Mitarbeiter, die eben nicht mit eingestuften Material in Berührung kommen, dazu zu befähigen, ihre Arbeit ortsunabhängig durchführen zu können.

Weiterhin könnten die Mitarbeiter bedarfsgerecht mit den Tools ausgestattet werden, mit denen sie sich am wohlsten fühlen. Ein Mailing-Client, eine Kalender-App sowie eine Anwendung für berufliche Kontakte seien standardmäßig in KNS und indigo inkludiert, und auch branchenspezifische Anwendungen könnten verhältnismäßig niederschwellig implementiert werden. Ein weiterer entscheidender Vorteil sei es, dass die Angestellten in den Verwaltungen sich nicht mehr umgewöhnen müssten, wenn sie den Arbeitsort wechseln. Sie könnten ein und dasselbe Gerät im Büro wie zu Hause nutzen und prinzipiell ihre Arbeit ortsunabhängig durchführen. Auch der Umgang mit Tablets werde zukünftig immer wichtiger. Viele neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden privat weder über ein Notebook oder einen stationären Desktop-Rechner verfügen. Man müsse sich also überlegen, wie man auch die jüngere Generation technisch und vor allem sicher abholt. Hierbei werden Konzepte wie indigo und KNS in Zukunft eine tragende Rolle spielen, ist sich Gümüs sicher.

(ID:50375166)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung in der Verwaltung

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung