Kabinett veraschiedet Zwölf-Punkte-Plan zur Digitalisierung

Neues zum Unternehmenskonto aus Bayern

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Nicht neu ist die Zielsetzung schon bis Ende dieses Jahres wichtige OZG-Verfahren umzusetzen. Allerdings ist die Zahl der Anwendungen leicht gewachsen. Sprach die bayerische Digitalministerin Judith Gerlach im Interview mit eGovernment Computing noch von 54 Verwaltungsdienstleistungen sind es jetzt 55. Aus dem Kabinett heißt es dazu: „Bayern wird die rund 55 wichtigsten Verwaltungsleistungen bereits Ende 2020 digital bereitstellen. Darunter fallen etwa Leistungen aus dem Bereich Steuern wie Einkommenssteuer, Gewerbesteuer oder Umsatzsteuer; Leistungen aus dem Bereich Familie wie Familiengeld, Geburtsurkunde und Elterngeld sowie Leistungen aus dem Bereich Unternehmen wie Unternehmensanmeldung und Gewerberegisterauszug. Derzeit sind 28 dieser rund 55 wichtigsten Verwaltungsleistungen bereits online verfügbar, 20 weitere befinden sich in der Umsetzung. So schaffen wir digitale Bürgernähe.“

Ähnliche gilt auch für die Blockchain-Strategie des Freistaats. Auch hier ist man schon länger aktiv will das bisherige Engagement aber weiter ausbauen. Dabei will man auf drei Schwerpunkte setzen:

  • Bayern.Block: Bayern wird als international führender Blockchain-Standort etabliert. Dabei werden relevante Akteure der Branche vernetzt und zusammengeführt. Das Bayerische Center für Blockchain [bc]² unterstützt den Austausch und Dialog innerhalb und außerhalb des Ökosystems und steigert die internationale Sichtbarkeit des Blockchain-Standorts Bayern.
  • Bayern.Chain: Bayern setzt auf Umsetzungsorientierung. Der Freistaat baut eigene Kompetenzen auf, indem konkrete Anwendungen angestoßen, gefördert oder für den staatlichen Bereich selbst entwickelt werden. Bayern.Chain umfasst unter anderem eine Maßnahme, die sich mit der Eindämmung von Umsatzsteuerbetrugsfällen im Online-Handel befasst. Auch soll geprüft werden, wie die Blockchain-basierte Verifikation auch auf Zeugnisse weiterer Einrichtungen ausgeweitet werden kann.
  • Bayern.Trust: Bayern ermöglicht für die Bürger einen pragmatischen und informierten Umgang mit den Technologien und ihren Anwendungen. Das Themengebiet Blockchain soll dafür unter anderem im Informatikunterricht intensiver behandelt werden.

Ebenso wird das Engagement für die Toursimusbranche und die Förderung des Mittelstands weiter fortgeführt. So soll im niederbayerischen Waldkirchen die Kompetenzstelle Digitalisierung der Landesmarketingorganisation by.TM eingerichtet werden. Ziel ist es hier, die Vermarktung Bayerns durch digitale Infrastrukturprojekte zu unterstützen und dadurch das touristische Angebot zu verbessern.

Und zur Unterstützung der bayerischen Unternehmen will die Staatsregierung das Projekt Digitalbonus weiterführen. Dazu heißt es aus dem Kabinett: „Die Digitalisierung der Unternehmen ist eine der größten Herausforderungen für die Wirtschaft. Besonders für kleinere und mittlere Unternehmen ist dieser Wandel mit immensen Investitionen in die digitale Infrastruktur herausfordernd. Aus diesem Grund hat die Staatsregierung mit dem Digitalbonus ein (...) Förderprogramm ins Leben gerufen. Mit ihm werden Unternehmen finanziell unterstützt, ihre Geschäftsmodelle und Prozesse zu digitalisieren sowie ihre IT-Sicherheit zu verbessern. Gefördert werden Entwicklung, Einführung oder Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen durch entsprechende Hard- oder Software.“

Die Staatsregierung will dieses Konzept daher weiterführen. Im Rahmen der Hightech Agenda Bayern soll der Digitalbonus mit 60 Millionen Euro jährlich dauerhaft fortgeführt werden.

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