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Update mit Folgen

2013 wurde die bestehende Backup-Software durch ein Update auf den neuesten Stand gebracht – mit negativen Auswirkungen auf den Backup-Prozess vom Kreis Lippe insbesondere in Bezug auf das Backup der VMs. „Das Backup lief plötzlich nicht mehr sauber: Manche Jobs wurden nur teilweise ausgeführt oder gar nicht erst angefangen“, beschreibt Veers.
Die IT-Abteilung des Kreises Lippe entschied sich nach Tests für eine neue Backup-Software von Veeam; mit positivem Ergebnis. „Das Backup lief plötzlich wieder unkompliziert, reibungs- und fehlerlos ab. Das war eine große Erleichterung.“ Veeam eignete sich jedoch zu diesem Zeitpunkt nur für virtuelle Maschinen und konnte keine Hardware-Server sichern. Das Team nutzte deshalb auch weiterhin die bestehenden Anwendungen für das Backup der physischen Server. Die Konstante dieser Gleichung stellten die DXis dar, die mit beiden Softwares gut arbeiteten.
„Zuerst sicherten wir mit der alten Backup-Software die physischen Bestandteile der Umgebung mittels einer Virtual-Tape-Library-Schnittstelle auf eine Partition der DXi – gleichzeitig sicherte Veeam die VM-Backups auf CIFS-Shares der DXi. Anschließend wurden die Daten auf die zweite DXi in Lemgo übertragen – so waren die Daten optimal abgesichert. Schließlich haben wir Veeam Endpoint entdeckt, eine neue Version des Produktes, die auch physische Server sichern kann. Jetzt nutzen wir Veeam und die DXis für den gesamten Backup-Prozess.“
Veeam und die DXis arbeiteten perfekt zusammen: Durch die Replikation wurden die Daten weiterhin für den Ernstfall vorgehalten, die Veeam-Software verkürzte die Backup-Zeitfenster und beschleunigte Recovery-Prozesse. Zudem sind die Deduplizierung und die Replikation durch die DXi Appliances deutlich schneller und effektiver geworden.
„Für uns ist die Kombination aus DXi Deduplizierungsappliances und Veeam einfach perfekt. Das Backup läuft zuverlässig ab, und Veeam stellt sicher, dass die VM-Server täglich gesichert werden. Auch durch die zusätzliche Vorhaltung der Daten in Lemgo fühlen wir uns deutlich sicherer“, erklärt Veers.
Doch 2014 folgte schon die nächste Herausforderung für den Kreis. Bereits seit 2011 hatte der Kreis Lippe mit einem starken Datenwachstum zu kämpfen, als die Verwaltung des Jobcenters den Aufgabenbereich der IT Abteilung erweiterte. Hinzu kam, dass sich im Bereich der Geoinformationssysteme die Qualität topografischer Karten und Luftbilder verbesserte, wodurch sich das Datenvolumen fast über Nacht verdoppelte. „Die Zeit nach Feierabend reichte nicht mehr aus, um unser Vollbackup bis zum nächsten Tag durchzuführen“, so Veers.
Die IT-Abteilung des Kreises Lippe entschied sich für den Einsatz einer zusätzlichen DXi Deduplizierungsappliance mit höheren Kapazitäten, um das Geschwindigkeitsproblem zu lösen und das Backup über Nacht vollständig zu sichern. Sie stellt auch eine weitere lokale Absicherung dar, die sogar bei sehr großen Datenpaketen schnelle Restores durchführen kann.
Der Backup-Prozess läuft bis etwa 1 Uhr nachts – und liegt somit absolut im vorgegebenen Zeitrahmen. Am folgenden Morgen startet der Replikationsprozess von der ersten DXi auf die zweite Deduplizierungsappliance im Kreishaus. Gleichzeitig werden die Daten auf die Appliance nach Lemgo repliziert. Auch die Daten von Lemgo finden ihren Weg über den Replikationsprozess ins Kreishaus, sodass an allen Standorten ein vollständiger Backup-Satz vorliegt.
Mehrstufige Datensicherung
Für die langfristige Datensicherung wird die „Scalar i500 Tape Library“ genutzt: Einmal pro Woche werden die Daten auf Bändern gesichert, welche anschließend in einem Tresor verwahrt werden. „Das ist sehr nützlich, wenn man an Software-Fehler denkt. Hat man einen korrupten Datensatz, wird dieser durch die Replikation auch auf den anderen Deduplizierungsappliances gesichert und ist somit auch an den anderen Standorten korrupt. Zur größten Not hat man also noch ein weiteres Medium in petto. Wir möchten in jedem Fall zu 100 Prozent abgesichert sein“, erklärt Veers.
Von den neuen DXi Deduplizierungsappliances und dem Zusammenspiel mit Veeam ist Veers begeistert: „Die Systeme laufen stabil, wir erzielen gute Backup-Raten und können dank der sehr hohen Deduplizierungsraten mehrere Backup-Sätze vorhalten.“
Auch die Replikationsfunktion der DXi-Deduplizierungsappliances stellt eine tägliche Erleichterung dar: „Wir haben die Software-basierte Replikation zusammen mit der Software-basierten Deduplizierung getestet – allerdings dauerte der Prozess zu lang. Mit der DXi erzielen wir Deduplizierungsraten von 29:1, die Bandbreitenersparnis liegt bei bis zu 136:1. Der gesamte Replikationsprozess ist innerhalb von nur 30 Minuten abgeschlossen. Das ganze Unternehmen profitiert von den schnellen Backup- und Restore-Prozessen. Da wir nicht mehr den halben Tag mit Restores verbringen, können wir uns auch mehr Zeit für die anderen Mitarbeiter nehmen und sie durch unser Fachwissen in IT-Fragen besser unterstützen“, berichtet Veers.

* Stephane Estevez, Quantum GmbH
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