BOS und KRITIS

Mit Digitalisierung und Vernetzung Leben retten

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Welche Vorteile können digitale Technologien KRITIS und BOS bieten und welche Herausforderungen ergeben sich womöglich aus der Nutzung dieser Technologien?

Dr. Heuer: Der zentrale Vorteil der Digitalisierung mit einer Vernetzung der Datenlandschaft und Beseitigung von Medienbrüchen liegt darin, dass Verantwortliche bei Vorfällen verschiedenster Art situationsgerechte Entscheidungen schnell auf Basis aktueller Informationen prozessgesteuert treffen können. Wichtig ist dabei, dass die Digitalisierung auch eine Automatisierung beinhaltet, das heißt, dass die Daten automatisch erhoben und in strukturierter Form geliefert werden sowie bestimmte Prozessschritte automatisiert ablaufen.

Je mehr manuelle Prozesse und Arbeitsschritte automatisiert und digitalisiert werden, desto höher ist die Effizienz und desto geringer ist auch die Gefahr menschlicher Fehler.

Zentrale Herausforderungen durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung mit der Weitergabe von Daten sind die Datensicherheit und der Datenschutz. Dabei müssen alle gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben eingehalten werden. Oft wird dabei vergessen, dass Datenschutz nicht nur in der digitalen Welt, sondern auch in der analogen Welt ein wichtiges Thema sein muss. Gerade beim Arbeiten mit „Stift und Papier“ sind personenbezogene Daten vielfach ungeschützt. Hier bieten gerade digitale Systeme auch eine große Chance, den Datenschutz konsequenter und auch benutzerfreundlicher umzusetzen.

Praktische Umsetzung

Die Gefahren für BOS und KRITIS sind sehr vielseitig, können jedoch durch die richtigen Maßnahmen verringert werden. Welche Möglichkeiten gibt es hierfür?

Welche Lösungen bietet Vomatec für BOS und KRITIS an?

Heuer: Mit Arigon Plus verfügen wir über ein modular aufgebautes Sicherheitsmanagementsystem, das für Industrie- und KRITIS-Unternehmen sowie für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben konzipiert ist. Damit können sie sämtliche für die Sicherheit und die Gefahrenabwehr relevanten Anlagen und Systeme herstellerunabhängig vernetzen.

Die Software bietet eine Übersicht über alle Melder und Kameras und stellt Alarme, Störungen und Meldungen grafisch dar. Aus diesen Meldungen heraus können direkt Einsätze gestartet und disponiert werden. Somit kann die Lösung zum Beispiel als zentrale Plattform für Werksicherheit und Werkfeuerwehr fungieren.

Die Steuerung und Überwachung umfasst etwa die Brandmelde- und Einbruchmeldetechnik, die digitale Alarmierung, die Videoüberwachung oder die Löschanlagentechnik. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Anlagenüberwachung und -steuerung über die Disposition von Einsätzen und Dienstleistungen bis zu administrativen Aufgaben wie der Abrechnung oder der statistischen Auswertung von Daten.

Wir entwickeln unsere Lösung konzeptionell und technologisch kontinuierlich weiter. Wir setzen dabei zum einen auf moderne Softwareentwicklungsmethoden und zum anderen auch auf die Nutzung neuer Technologien in Bereichen wie Automatisierung oder Künstlicher Intelligenz. Kommende Lösungen werden wir auch über eine offene, konsistente Anwendungsplattform bereitstellen. Damit werden wir auch die Einbindung von Drittanbieter-Applikationen und -Services vereinfachen.

Welchen Ansatz verfolgt Vomatec bei der Unterstützung von KRITIS und BOS im Gefahrenmanagement, konkret etwa im Rettungswesen?

Dr. Heuer: Generell ist es unser Ziel, mit intelligenten Softwarelösungen die Sicherheit der Bevölkerung zu erhöhen, indem Gefahrenabwehrprozesse und Rettungsmaßnahmen beschleunigt werden.

Damit können wir unseren Beitrag leisten, um Leben zu retten und Werte zu schützen. Ein Beispiel für unseren Lösungsansatz ist RescueWave, eine Hardware-Software-Lösung für das Einsatzmanagement in komplexen Einsatzlagen oder bei einem Massenanfall von Verletzten.

Das digitale System umfasst unter anderem eine Einsatzführungssoftware und elektronische Patientenanhängekarten, die herkömmliche, papierbasierte Karten ersetzen. RescueWave liefert zuverlässige Informationen über einen Einsatzort in Echtzeit. So werden zum Beispiel Informationen zu Triage, medizinischer Erstversorgung und Transport erfasst und für die Einsatzleitung bereitgestellt. Entscheidungen können so früher und auf der Grundlage zuverlässiger Informationen getroffen werden.

Letztlich kann die digitale Plattform damit ein entscheidender Faktor bei der Rettung von Menschenleben sein.

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