dbb Monitor öffentlicher Dienst 2024 Mit Digitalisierung gegen den Fachkräftemangel

Von Natalie Ziebolz 2 min Lesedauer

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Nicht nur Bürger und Bürgerinnen wünschen sich eine digitale Verwaltung, sondern auch die Verwaltungsmitarbeitenden. dbb-Chef Ulrich Silberbach ist sicher: So könnte zumindest auch ein Teil des Fachkräftemangels ausgeglichen werden.

Mehr Technologie im Arbeitsalltag – das wünschen sich Mitarbeiter der Öffentlichen Hand.(Bild:  zerointro – stock.adobe.com)
Mehr Technologie im Arbeitsalltag – das wünschen sich Mitarbeiter der Öffentlichen Hand.
(Bild: zerointro – stock.adobe.com)

Die Verwaltungsdigitalisierung macht Fortschritte – das sehen auch die Bürger und Bürgerinnen. Wie etwa eine Umfrage des Bitkom zeigt, geht es ihnen dabei jedoch nicht schnell genug. Sie würden gerne häufiger auf den Gang zum Amt verzichten und ihre Angelegenheiten stattdessen online abwickeln. Und auch die Verwaltungsmitarbeiter selbst sehen bei der Digitalisierung der Öffentlichen Hand Luft nach oben.

Laut „Barometer Digitale Verwaltung“ von Next:Public würden 66 Prozent der Befragten gern öfter neue Terminologien oder Anwendungen in Ihrem Arbeitsalltag nutzen. Bisher ist jedoch noch nicht einmal die E-Akte in der Breite angekommen. Diese steht insgesamt 42 Prozent der Befragten zur Verfügung. Immerhin, 66 Prozent von diesen haben ein Schulungsangebot zur Nutzung der digitalen Akte erhalten und 54 Prozent sind überzeugt, dass diese ihre Arbeitsprozesse verbessert hat.

Bei neueren Technologien wie künstlicher Intelligenz zeichnet sich jedoch ein ganz anderes Bild: Nur sieben Prozent nutzen bei ihren täglichen Arbeitsprozessen KI und das obwohl sich 46 Prozent der Befragten sicher sind, dass in ihrer Verwaltung viele Anwendungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Dabei ist die Digitalisierung dringend notwendig: „Den Personalmangel im öffentlichen Dienst dramatisch zu nennen, ist eine Untertreibung: Nach der Neubewertung der Situation durch die dbb-Mitgliedsgewerkschaften in diesem Herbst fehlen uns aktuell über 550.000 Leute“, warnte dbb-Chef Ulrich Silberbach am 4. Januar 2024 in Berlin anlässlich der Veröffentlichung des „dbb Monitor öffentlicher Dienst 2024“. Gleichzeitig gehe es dort, wo dieser Mangel zumindest in Teilen ausgeglichen werden könnte, nämlich im Bereich der Verwaltungsdigitalisierung, nicht schnell genug voran. „Etwa zwei Drittel der Kolleginnen und Kollegen im Staatsdienst würden gern mehr IT-gestützte Anwendungen in ihrem Arbeitsalltag nutzen“, machte der dbb-Bundesvorsitzende deutlich und forderte, dass „die politisch Verantwortlichen endlich den Fuß von der Bremse nehmen und in den öffentlichen Dienst investieren, das Kompetenzchaos ordnen und Planungs- und Genehmigungsverfahren straffen.“ Bislang seien nach Schätzungen der Beschäftigten lediglich 39 Prozent der Anwendungen der eigenen Verwaltung medienbruchfreie digitale Prozesse.

Statistik rund um die Öffentliche Hand

Der „dbb Monitor öffentlicher Dienst“ ist eine jährlich vom Deutschen Beamtenbund (dbb) veröffentlichte Statistik-Dokumentation mit ausführlichen Zahlen, Daten und Fakten rund um den öffentlichen Dienst.

dbb Monitor Öffentlicher Dienst 2024

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