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Ressourcen nach Bedarf
Managed Services tragen erheblich dazu bei, die Effizienz des IT-Betriebs zu erhöhen. Eine weitere Verbesserung kann durch neue Liefermodelle wie Infrastructure-as-a-Service erzielt werden. Statt eigene, teure und nur zum Teil tatsächlich benötigte Hardware anzuschaffen, werden bei diesem Konzept dynamisch skalierbare IT-Ressoucen entsprechend des wechselnden Bedarfs von einem Dienstleister bezogen.
Durch den Einsatz cloudbasierender Konzepte auch in der Öffentlichen Verwaltung können starre IT-Infrastrukturen durch flexible ersetzt werden. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Anwendungen oder Desktops behördenübergreifend sowie standortunabhängig nutzen.
Die USA sind Vorreiter: So hat die US-Regierung in einem Strategiepapier im Mai 2009 vorgeschlagen, im öffentlichen Sektor Pilotprojekte durchzuführen, um Cloud Computing für die Modernisierung der Verwaltungsinfrastruktur zu nutzen.
Nicht nur in den USA, auch in Deutschland erfordern Kostendruck und demografische Faktoren, neue IT-Modelle wie Cloud Computing auf ihre Realisierbarkeit zu prüfen. Voraussetzung ist, dass die Implementierungsmöglichkeiten geklärt und Rollenabgrenzungen (wie Drittanbieter, Nutzer, Betreiber) klar definiert werden.
Auch europäische Standards sind zu berücksichtigen (beispielsweise im Rahmen des European Interoperability Framework). Allerdings haben IT-Leiter im öffentlichen Sektor noch Vorbehalte gegenüber Cloud Computing. Hier spielt vor allem die Angst vor einem Kontrollverlust über vertrauliche Daten von Bürgern oder ungeklärte Rechtsfragen eine Rolle.
Dennoch gibt es bereits Institutionen, die sich mit der Thematik beschäftigen – wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Auch gelingt es vielen Anbietern bereits, ihre Services nachvollziehbar darzustellen und zu gewährleisten.
Fujitsu etwa liefert mit dem Angebot „Infrastructure-as-a-Service for Server (I-a-a-S for Server)“ flexible, skalierbare Rechenpower und modulare IT-Services.
Das Unternehmen stellt damit Server-Kapazitäten aus seinem Rechenzentrum nach Bedarf zur Verfügung. Die gewünschte Leistung kann flexibel an die Kundenanforderungen angepasst werden. Der Zugriff erfolgt über eine gesicherte VPN-Verbindung. Service Level Agreements sichern die gleichbleibende Qualität der Geschäftsprozesse.
Ein wesentlicher Vorteil dieses Ansatzes: Durch die Server-Leistung on demand lassen sich Belastungsspitzen beim Anwender einfach ausgleichen. Außerdem werden durch den hohen Standardisierungs- und Automatisierungsgrad Kosten und Administrationsaufwand reduziert. IT-Infrastruktur-Produkte, die bislang als feste Kosten in der Bilanz geführt wurden, werden zu variablen Kosten.
Fazit und Ausblick
Sourcing-Modelle – ob Managed Services oder Cloud Services – unterstützen Unternehmen und Behörden gleichermaßen dabei, den IT-Betrieb zu optimieren. Die IT-Verantwortlichen können sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, indem sie Routinetätigkeiten oder komplette Leistungen an Provider abgeben.
Während IT-Abteilungen mit Managed Services Teile ihres Infrastrukturmanagements kontrolliert auslagern und dabei Skalen- und Lernkurveneffekte nutzen können, bieten I-a-a-S-Angebote ein Höchstmaß an standardisierten Dienstleistungen und ermöglichen Cloud Computing. Die Auslagerung der IT-Infrastruktur bedeutet eine Alternative zum Eigenbetrieb, da die Leistung genau an die Anforderungen angepasst wird und Kapazitätssprünge und Belastungsspitzen abgefangen werden können.
Auch wenn dies noch ungewöhnlich scheint: Wie es für die meisten Organisationen selbstverständlich ist, Strom oder Wasser nach Verbrauch zu bezahlen, wird dies auch bei IT-Infrastrukturen die Regel werden. Managed Data Center, Managed Office und Infrastructure-as-a-Service (von Fujitsu) ermöglichen einen flexiblen Bezug von Leistungen je nach Bedarf – und das bei einem hohen Standardisierungsgrad.
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