Umfrage Lebensnahe Bildung

Von Susanne Ehneß 1 min Lesedauer

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Ob praktische Fähigkeiten oder Gesundheitsbildung: Lehrpläne sollten sich mehr an der Lebensrealität orientieren.

Mehr Lebensrealität in die Schulen(©  Gorodenkoff - stock.adobe.com)
Mehr Lebensrealität in die Schulen
(© Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Im Zuge einer Umfrage von World's Largest Lesson, einer Initiative von Project Everyone, UNICEF und NetApp, wurden jüngst 37.000 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren aus über 150 Ländern zum Thema Bildung und Schule befragt. Zentrales Ergebnis: Die überwältigende Mehrheit fordert, die Lehrpläne zu modernisieren, um der Lebensrealität von heute und morgen besser gerecht zu werden.

Auf die Frage nach dem Zweck der Schule, verwiesen 48 Prozent auf praktische Fähigkeiten – an erster Stelle steht also die Vorbereitung auf den Beruf und die Zukunft. Immerhin 44 Prozent wollen mehr darüber erfahren, wie sie sich um ihre psychische Gesundheit und ihr Wohlbefinden kümmern können; und 42 Prozent der Schülerinnen und Schüler wollen andere Kulturen besser verstehen lernen. Ebenfalls 42 Prozent wollen mehr darüber erfahren, wie man den ­Planeten besser schützt.

Informatik

61 Prozent der Befragten monierten, nicht genug über Programmieren und Coden zu lernen. An zweiter Stelle wünschen sich fast 59 Prozent mehr Kompetenzen im Bereich Finanzen und Budgetierung, und 55 Prozent wollen verstehen, wie man Daten analysiert und nutzt.

„Heutzutage ist es wichtiger denn je, Datenkompetenz im Unterricht zu vermitteln“, sagt Michelle Mann, Director Social Impact bei NetApp. „Daten bilden zunehmend die Grundlage für fundierte Entscheidungen in vielen wichtigen sozialen, technologischen und ökologischen Fragen.“

„Wir befinden uns mitten in einer globalen Lernkrise“, ergänzt Alison Bellwood, Executive Director von World's Largest Lesson. „Die Schüler stellen sich eine Zukunft vor, die sich stark von der Zeit unterscheidet, für die ihre Lehrpläne entwickelt wurden. Sie wollen in einer neuen, umweltverträglichen Wirtschaft bestehen und am Aufbau einer nachhaltigen Welt mitwirken. Die Kinder haben gesprochen. Es liegt in der Verantwortung der Bildungspolitiker, ihnen zuzuhören.“

Ideen

Die Umfrage bot auch die Möglichkeit für Verbesserungsvorschläge, mehr als 25.000 Ideen kamen zusammen. Darunter: Lernfächer selbst aussuchen, in der Natur lernen, experimentieren und „Lektionen fürs Leben lernen“.

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